US-Autobranche
US-Regierung bewegt sich offenbar auf Chrysler-Gläubiger zu

Im Ringen um die Zukunft von Chrysler ist die US-Regierung den Gläubigern des angeschlagenen Autobauers offenbar entgegengekommen. Im Gegenzug für ihre Außenstände von rund sieben Milliarden Dollar bot ihnen das Finanzministerium nach Medienberichten ein Aktienpaket von fünf Prozent an einem umgeabuten Chrysler-Konzern an.

HB NEW YORK. Dies sagten mit dem Vorgang vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Zusätzlich sei den Gläubigern ein vorrangig besicherter Kredit in Höhe von 1,5 Mrd. Dollar offeriert worden. Damit lägen beide Seiten eine Woche vor Ablauf einer Frist für weitere Chrysler-Staatshilfen aber immer noch weit auseinander liegen. Von der Regierung und dem Autobauer lagen zunächst keine Stellungnahmen vor.

Zu Wochenbeginn verlautete aus Kreisen, die Gläubiger um die Banken JPMorgan Chase und Goldman Sachs verlangten einen hochrangig besicherten Kredit über 4,5 Mrd. Dollar und einen Anteil von 40 Prozent an dem neuen Unternehmen. Die Regierung in Washington hatte zuletzt einen „signifikanten Schuldenabbau“ von bis zu sechs Milliarden Dollar gefordert. Ein Aktienanteil war darin überhaupt nicht vorgesehen.

Der Autobauer muss sich innerhalb der nächsten sieben Tage mit seinen Gläubigern und Gewerkschaften über eine Restrukturierung und Kostensenkung einigen sowie ein Bündnis mit dem italienischen Fiat-Konzern schmieden, um eine Insolvenz und damit auch eine mögliche Abwicklung zu vermeiden. Von den Vereinbarungen macht die Regierung weitere Hilfen abhängig.

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