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US-Autoindustrie: GM-Gläubiger stellen Weichen auf Insolvenz

Nun ist eine erste Vorentscheidung über die Zukunft des maroden Opel-Mutterkonzerns General Motors gefallen: Die Gläubiger des maroden Autobauers haben das Angebot zum teilweisen Schuldenverzicht abgelehnt. Eine Insolvenz gilt als sicher, nun muss der Staat entscheiden, wie es mit GM weitergehen soll. Die Aktie hat bereits deutlich reagiert.

Firmenzentrale von General Motors in Detroit. Die US-Regierung will sich offenbar stärker an dem Konzern beteiligen als bisher bekannt. Quelle: ap
Firmenzentrale von General Motors in Detroit. Die US-Regierung will sich offenbar stärker an dem Konzern beteiligen als bisher bekannt. Quelle: ap

HB DETROIT. Der ums Überleben kämpfende Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) ist mit seinem Angebot an die Gläubiger zum Schuldenverzicht gescheitert. Damit gilt ein baldiger Insolvenzantrag des größten US-Autobauers als kaum mehr vermeidbar.

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Die Zustimmung unter den mehreren zehntausend Kreditgebern sei bei weitem niedriger gewesen als zur Annahme nötig, teilte GM am Mittwoch am Konzernsitz in Detroit mit. Der Hersteller steht bei den Gläubigern mit rund 27 Mrd. Dollar in der Kreide und bot ihnen zuletzt im Tausch zehn Prozent am Konzern an.

Ein Nein der Kreditgeber hatte auch Wettbewerber Chrysler vor rund vier Wochen in die Insolvenz als letzte Chance zur Sanierung getrieben. An diesem Montag läuft ein Ultimatum von US-Präsident Barack Obama für einen tragfähigen GM-Rettungsplan ab.

Spätestens dann wird nun der Gang in die Insolvenz mit Gläubigerschutz erwartet. Ein solches Verfahren wäre laut Experten das bisher bei weitem komplizierteste und in seiner Art größte in der US-Geschichte.

Die GM-Aktie hat bereits deutlich auf die Entscheidung der GM-Gläubiger reagiert: Sie stürzte im vorbörslichen US-Handel weiter deutlich um mehr als 15 Prozent auf 1,20 Dollar ab. Den verbliebenen Aktionären droht in der Insolvenz die völlige Entwertung ihrer Anteile.

Zur Rettung soll GM in der Insolvenz nach übereinstimmenden US-Medienberichten zu rund 70 Prozent vom Staat übernommen werden. Die US-Regierung werde dabei weitere Hilfen von rund 50 Mrd. Dollar (36 Mrd Euro) in den Hersteller pumpen nach bereits fast 20 Mrd. Dollar an bisher gestellten Krediten.

Derweil gibt es neue Gerüchte: Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, werde der Staat GM mit weiteren 50 Mrd. Dollar (35,8 Mrd. Euro) stützen müssen – nach bereits geleisteten Hilfen von fast 20 Mrd. Dollar. Bislang war allenfalls ein Staatsanteil von gut 50 Prozent geplant gewesen.

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