US-Automarkt
Für die Hausherren wird das Eis dünn

Die amerikanische Autoindustrie gerät immer tiefer in den Abwärtsstrudel. Für die dortigen Unternehmen wird es auf dem heimischen Markt immer enger. Gepunktet wird in den USA fast nur noch mit Kleinwagen – und da kommen auch die deutschen Hersteller ins Spiel.

NEW YORK/DÜSSELDORF. „Die Kernprobleme Kreditklemme, Zusammenbruch der Bauwirtschaft und hoher Benzinpreis verstärken sich. Die Fähigkeit der Kunden, ein Fahrzeug zu kaufen, nimmt krass ab“, sagt Branchenexperte Christoph Stürmer vom Marktforschungsunternehmen Global Insight.

Den drei amerikanischen Autokonzernen General Motors (GM), Ford und Chrysler fehlt bisher eine aussichtsreiche Gegenstrategie. „Die US-Hersteller hinken beim Verbrauch der Konkurrenz hinterher. Wer sich noch ein Auto leisten kann, greift bei den Deutschen, Japanern oder auch Koreanern zu“, ergänzt Stürmer. Besonders gefährdet ist Chrysler, das nach der Trennung von Daimler dem Private-Equity-Unternehmen Cerberus gehört. Der drittgrößte Autohersteller der USA versucht, durch einen harten Sparkurs zu überleben. Stürmer bleibt skeptisch: „Chrysler hat die größten Schwierigkeiten.“

Chrysler will noch einmal 2 400 Stellen abbauen: Aufgrund der Absatzflaute soll ein Werk für Minivans in St. Louis geschlossen werden, die Produktion von großen Pick-up-Fahrzeugen wird reduziert, teilte Vizechef Tom LaSorda mit.

Die Rekordpreise für Benzin haben in den USA die Nachfrage nach den für die lokalen Autobauer lange lukrativen Pick-up-Trucks und Geländewagen einbrechen lassen. „Obwohl diese Segmente seit einiger Zeit schwächeln, beschleunigt sich der Rückgang weiter. Schuld sind die steigenden Benzinpreise und der Kundenwunsch nach kleineren Fahrzeugen“, sagt Branchenspezialistin Maria Bissinger von der Ratingagentur Standard & Poor's.

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