US-Automarkt
Goldener Oktober für Fiat Chrysler

Autobauer haben auf dem US-Markt so viele Fahrzeuge abgesetzt wie seit Jahren nicht mehr. Fiat Chrysler steigerte sich zum Vorjahreszeitraum um über ein Fünftel. Das Rennen machten aber schwere Geländewagen.
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DetroitDer US-Automarkt kommt immer stärker auf Touren. Mehrere Hersteller gaben am Montag Absatzzahlen für Oktober an, die so gut waren wie seit Jahren nicht mehr. So schlug Fiat Chrysler 22 Prozent mehr Fahrzeuge los als im Vorjahreszeitraum. Für Chrysler war es der beste Oktober seit 2001. Mit einem Plus von elf Prozent lieferten die Autos der Marke BWM in den USA sogar den besten Oktober der Geschichte.

Bei VW of America stieg der Absatz um 7,8 Prozent, bei Nissan um 13,2 Prozent und Honda um 5,8 Prozent. Toyota legte um sieben Prozent zu.

Zwar gingen die Verkäufe von Ford um zwei Prozent zurück. Das Traditionsunternehmen lag damit aber über den Erwartungen von Analysten. Rivale GM dagegen verfehlte mit einem minimalen Plus von 0,2 Prozent die Expertenschätzungen. Bei Mercedes-Benz lag das Minus sogar bei 4,9 Prozent.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Experten hatten insgesamt einen Anstieg von etwa sechs Prozent auf 16,5 Millionen Fahrzeuge im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat erwartet.

RBC Capital Markets errechnete am Montag zunächst die Zahl von 16,4 Millionen Autos. Die monatlichen Absatzzahlen sind ein wichtiger Indikator für die Stärke der amerikanischen Wirtschaft, die stark vom Konsum abhängt. Der fallende Ölpreis in den USA hat im vergangenen Monat insbesondere den Kauf von SUVs angekurbelt.

Der US-Automarkt zeigt dabei weiter einen klaren Trend: Schweres Gerät verkauft sich am besten. So machte Chrysler mehr als die Hälfte seines Absatzes im Oktober mit Jeeps. Über ein weiteres Drittel steuerten Pickup-Trucks der Marke Ram bei. Dabei spielt auch der massive Absturz der Rohölpreise in die Karten - in den vergangenen vier Monaten sind sie um fast ein Viertel gesunken, der Preisrutsch macht sich auch an den Tankstellen zunehmend bemerkbar.

Die Aussicht auf anhaltend niedrige Spritpreise verführt immer mehr Amerikaner zum Kauf von als „Gas Guzzler“ bezeichneten Benzinschleudern. Wer keine schweren Geländewagen oder Pickups anbieten kann, hatte bereits in den vergangenen Monaten einen schweren Stand auf dem US-Markt. Dank kosmetischer Überarbeitungen beim Jetta und erhöhter Nachfrage nach dem neuen Golf konnte VW zuletzt dennoch punkten

Seit Jahresbeginn liegen die US-Verkaufszahlen von Volkswagen Pkw mit knapp 343 000 Neuwagen aber immer noch gut zwölf Prozent niedriger als vor einem Jahr. Die VW-Tochter Audi konnte sich auch im Oktober auf ihr neues A3-Modell verlassen und verkaufte fast 17 Prozent mehr. BMW gelang ein Anstieg um knapp acht Prozent. Vor allem das SUV-Modell X5 und das Flaggschiff BMW 7er verkauften sich deutlich häufiger als vor einem Jahr.

Der neue Macan hat Porsche auch im Oktober auf Kurs gehalten. Starke Verkäufe des Kompakt-SUV sicherten ein Absatzplus von drei Prozent im Oktober. Der einzige deutsche Autoriese mit rückläufigen Verkaufszahlen war Daimler. Der Absatz der Kernmarke Mercedes-Benz sank um fünf Prozent. Vor einem Jahr hatte der neue CLA die Verkäufe noch in die Höhe getrieben - nun brach sein Absatz um fast die Hälfte ein. US-Chef Stephen Cannon sprach von Lieferengpässen „bei einigen unserer beliebtesten Modellreihen“, nannte aber keine Einzelheiten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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