US-Automarkt trocknet weiter aus
Wissmann: Deutsche Autobauer bauen Marktanteile aus

Trotz eines massiven Einbruchs im Export steigern laut Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), die deutschen Unternehmen gerade in den USA ihre Marktanteile. Gegen die Behauptung Wissmanns sprechen allerdings die jüngsten Daten vom US-Automarkt.

HB BERLIN/FRANKFURT. Trotz eines massiven Einbruchs im Export steigerten derzeit die deutschen Unternehmen gerade in den USA ihre Marktanteile, sagte der VDA-Präsident am Samstag im Deutschlandradio Kultur.

Allerdings sei jetzt schon China für die Branche wichtiger als der amerikanische Markt. Wissmann zeigte sich optimistisch hinsichtlich der Wachstumschancen in Asien. Angesichts der Automobildichte in Ländern wie China und Indien spreche alle ökonomische Vernunft für ein gewaltiges Wachstum dieser Märkte.

Als große Stärke der deutschen Autoindustrie sieht Wissmann die Produktion höherklassiger Wagen: „Ohne Premium in Deutschland würden Arbeitsplätze mit Sicherheit an unsere Autofabriken in anderen Teilen der Welt verloren gehen.“ 60 Prozent der Jobs bei deutschen Herstellern in der Bundesrepublik seien Arbeitsplätze im Premiumbereich. Kleinfahrzeuge seien dagegen „in den kommenden Jahrzehnten nur teilweise in Deutschland herzustellen“.

Gegen die Behauptung Wissmanns, die deutschen Hersteller würden ihre Marktanteile ausbauen, sprechen die jüngsten Daten vom US-Automakrt. Der Autoabsatz näherte sich im April weiter in großen Schritten dem niedrigsten Stand seit fast 30 Jahren an und gerade der Einbruch der deutschen und japanischen Hersteller beschleunigte sich dabei noch. Auch der drittgrößte US-Autobauer Chrysler meldete einen Tag nach seinem Insolvenzantrag einen Rückgang um 48 Prozent. Lediglich die Opel-Mutter General Motors und Ford konnten ihren Abschwung im Vergleich zum Vormonat abbremsen.

Ford musste Einbußen von 31,6 Prozent hinnehmen nach einem Minus von 41 Prozent im März. Der einzige der „Großen Drei“, der bislang ohne Staatshilfen auskommt, verkaufte zu Hause 134.00 Fahrzeuge, nach knapp 200 000 im April vergangenen Jahres. GM grenzte sein Minus mit einem Absatz von rund 173 000 Stück auf 34 Prozent ein, nachdem der krisengeschüttelte Konzern im April noch 45 Prozent weniger Fahrzeuge auf dem Heimatmarkt verkauft hatte. Der Autoabsatz macht in den USA bis zu einem Fünftel der gesamten Verbraucherausgaben aus und ist in jedem Monat einer der ersten Indikatoren für die Stimmung unter den Konsumenten.

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