US-Automarkt
US-Krise erreicht Hybridautos

General Motors geht in die Offensive! Um die Krise auf dem US-Automarkt zu überwinden gibt der Konzern erstmals deutliche Rabatte für neue Geländewagen mit Hybridantrieb. Die amerikanischen Verbraucher können sich freuen: Sie sparen bis zu 4000 Dollar.

hz/Bloomerg FRANKFURT. Die Krise auf dem US-Automarkt hat jetzt auch die als Hoffnungsträger geltenden Hybridmodelle erfasst. Der angeschlagene US-Autokonzern General Motors erhöhte gestern die Preisnachlässe für seine schweren Geländewagen und Pick-ups deutlich und nahm diesmal auch die Hybridvarianten nicht mehr aus. Demnach erhalten Käufer eines GMC Tahoe Hybrid SUV künftig einen Rabatt von bis zu 4 000 Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Der Verkauf des großen Hybrid-Geländewagens ist erst im Januar gestartet.

Experten sehen darin einen weiteren Hinweis auf zunehmende Schwierigkeiten auf dem US-Automarkt. Die hohen Benzinpreise hatten im Mai für den schlechtesten Verkaufsmonat seit Jahren gesorgt. Der Absatz war im vergangenen Monat gegenüber dem Vorjahr nach Angaben des Marktforschungsinstituts Autodata um elf Prozent eingebrochen. Geradezu abgestürzt war dabei das in Amerika traditionell sehr starke Geschäft mit großen Fahrzeugen wie Transportern (Pick-up-Trucks) und sportlichen Geländewagen (SUV), weil diese Fahrzeuge besonders viel Sprit schlucken.

Für die großen US-Autokonzerne sind die Probleme der Hybrid-SUVs ein weiterer Rückschlag. Denn viele US-Automanager hatten gehofft, dass das Segment der schweren Geländewagen durch den alternativen Antrieb wiederbelebt werden könnte. Der Hybridantrieb, eine Kombination von Otto- und Elektromotor, verbraucht deutlich weniger Sprit als ein normaler Benziner und sollte die US-Kunden wieder zum Kauf der schweren Karossen locken. Die Technik könne helfen, die Kunden etwas länger bei den großen Trucks zu halten, hatte GM-Manager Bob Walzyk noch im Januar gehofft.

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