US-Autoriese
GM stellt Marken auf den Prüfstand

Der mit Milliardenverlusten kämpfende US-Autoriese General Motors (GM), zu dem auch Opel gehört, prüft einem Zeitungsbericht zufolge den Abbau tausender Stellen bei seinen Angestellten. Demnach kommen zudem alle Marken auf den Prüfstand - bis auf zwei.

HB NEW YORK. Alle Marken außer Cadillac und Chevrolet kämen unter die Lupe, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf unterrichtete Personen. Für die Luxus-Geländewagenmarke Hummer wird nach bisherigen Informationen bereits ein Käufer gesucht. Weitere Kandidaten könnten die schwedische Marke Saab und die US-Linie Saturn sein, unter der in Amerika auch Opel-Fahrzeuge verkauft werden. GM leidet wie die anderen US-Autobauer schwer unter den rekordhohen Spritpreisen, die ihre großen Geländewagen unpopulär bei den Käufern gemacht haben.

Die GM-Aktie stürzte zuletzt auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem halben Jahrhundert. Am Markt machten sogar Gerüchte über eine drohende Insolvenz die Runde.

Die Jobstreichungen könnten vom Verwaltungsrat bereits im August abgesegnet werden, so das "Wall Street Journal". Dabei könnten auch Vorschläge zur Straffung der Marken-Struktur zur Sprache kommen. GM ist auch der Mutterkonzern des deutschen Autobauers Opel. Die Einsparpläne dürften aber vor allem auf das schwer verlustreiche US-Geschäft zielen.

GM hatte bereits Ende Juni angekündigt, die Produktion von Pickups und sportlichen Geländewagen (SUV) in der zweiten Jahreshälfte zu drosseln.

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