US-Autozulieferer
Delphi reduziert Verluste

Der angeschlagene Autozulieferer Delphi konnte seine Verluste in den ersten neun Monaten des Jahres abbauen. Doch noch immer Lasten milliardenschwere Kosten auf dem Unternehmen. Zudem gerät der Finanzplan, der Delphi vom Insolvenzverfahren befreien soll, in Gefahr.

HB TROY. Der in einem Insolvenzverfahren steckende größte amerikanische Autozulieferer Delphi kommt beim Abbau seiner Verluste voran. Auf der früheren Zuliefersparte von General Motors lasten aber weiter milliardenschwere Kosten für den Konzernumbau.

In den ersten neun Monaten des Jahres stand unter dem Strich noch ein Minus von 2,5 Mrd. Dollar nach 4,6 Mrd. Dollar vor einem Jahr. Der Umsatz stagnierte bei rund 20 Mrd. Dollar (13,7 Mrd Euro), teilte Delphi am Dienstag in Troy (Michigan) mit.

Unterdessen ist der Finanzplan, der Delphi vom Insolvenzverfahren befreien soll, nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ erneut in Gefahr. Von einigen Gläubigern und Anteilseignern drohe Widerstand, nachdem Delphi den Plan wegen Finanzierungsproblemen durch die Kreditkrise ändern musste. Delphi wollte zunächst bis Jahresende aus dem Insolvenzverfahren kommen, nun soll dies im ersten Quartal 2008 gelingen. Spätestens im Jahr 2009 soll das Ergebnis wieder schwarz sein.

Delphi erzielt mit dem größten US-Autobauer General Motors noch gut 40 Prozent des Umsatzes - Tendenz sinkend. Im Laufe dieses Jahres hatte sich Delphi mit GM und den Gewerkschaften auf Beiträge zur Sanierung geeinigt. Von Januar bis September gab Delphi den Angaben nach allein mehr als eine halbe Milliarde Dollar für Abfindungen im Zuges des Stellenabbaus aus. An weiteren Kosten etwa für den Konzernumbau und Altlasten kamen weitere rund 1,5 Mrd. Dollar hinzu.

Im dritten Quartal lag der Verlust bei 1,2 Mrd. Dollar im Vergleich zu noch 2,0 Mrd. im Vorjahr. Der Umsatz wuchs leicht von 6,0 auf 6,2 Mrd. Dollar.

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