US-Behörden ermitteln
Warum fährt der IS so viele Toyota-Autos?

In zahlreichen IS-Videos fahren die Dschihadisten Modelle von Toyota – keine gute Werbung für den Autobauer. Toyota versucht nun, gemeinsam mit der US-Regierung die Nutzung durch Terroristen einzudämmen.

TokioPritschenwagen von Toyota sind bei Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) besonders beliebt – in zahlreichen Propagandavideos ist zu sehen, wie die Islamisten in Syrien, Lybien und dem Irak schwer bewaffnet und teils maskiert auf Modellen des japanischen Autobauers unterwegs sind.

Daraufhin haben nun die US-Behörden Ermittlungen aufgenommen. Die Regierung möchte herausfinden, wie die Dschihadisten an eine so große Anzahl von Autos kommen – unterstützt werden sie bei den Ermittlungen von Toyota. Der Autobauer erklärte sich am Donnerstag bereit, mit dem Finanzministerium in Washington zusammenzuarbeiten, um die Verwendung durch die Extremisten einzudämmen.

„Toyota ist der Truck, den Dschihadisten wählen, wenn sie in den Krieg ziehen. Das ist ähnlich wie bei Kalaschnikows: Das ist die Waffe ihrer Wahl“, sagte Dr. Jonathan Schanzer von der Foundation for Defense and Democracies (FDD). „Ich denke, der IS kommt über Dritte relativ leicht an die Wagen. Und zwar so, dass sich niemand registrieren lassen muss“, so Schanzer.

Doch warum fährt der IS ausgerechnet in diesen Modellen umher? Das liegt wohl mehr an der Konstruktion als am Autobauer selbst. Die Pick-Ups und Geländewagen, wie etwa das Hilux-Modell, sind robust und resistent gegen viele Widerstände – unter anderem eignen sich die Kleinlaster besonders für Fahrten durch die Wüste.

Der US-Fernsehsender ABC adelte den Toyota Hilux jüngst als „unkaputtbar.“. Die Ladefläche ist groß genug für die Montur von schwerem Geschütz. Außerdem werden die stabilen Pritschen-Geländewagen – auch von anderen Produzenten wie Nissan oder Hyundai – geschätzt, weil ihre Motoren lange halten.

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„Die sind nicht alle gestohlen“

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