US-Berichtssaison
Alcoa erfüllt hohe Erwartungen nicht

Der US-Aluminiumhersteller Alcoa legt als erstes US-Unternehmen der Saison seine Zahlen vor. Die guten Ergebnisse lassen auf weitere positive Nachrichten hoffen - auch wenn die Börse nicht ganz zufrieden ist.
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New YorkDer größte US-Aluminiumkonzern Alcoa ist mit Schwung in das neue Jahr gestartet. Das von dem ehemaligen Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Unternehmen lässt sich seinen Optimismus auch von den steigenden Energiepreisen nicht verderben. Der Rivale des russischen Marktführers Rusal schrieb das vierte Quartal in Folge schwarze Zahlen. Dabei profitierte der Konzern auch von höheren Preisen. Zugleich bekräftigte Alcoa seine Prognose einer weiter anziehenden Nachfrage.

Wermutstropfen sind allerdings neben den Energiepreisen höhere Materialkosten sowie die anhaltende Schwäche im Bau- und Verpackungsgeschäft. Damit lieferte der als Konjunkturbarometer geltende Konzern zum Start der US-Berichtssaison letztlich gemischte Signale, zumal der Umsatz trotz eines kräftigen Zuwachses hinter den Erwartungen zurückblieb. Anleger reagierten enttäuscht: Die Aktie gab nach.

„Es war ein ausgezeichnetes erstes Quartal“, sagte Kleinfeld. „Wir haben die Rentabilität in allen Geschäftsbereichen verbessert.“ Der operative Gewinn stieg zum Vorquartal stärker als von Branchenexperten erwartet um 20 Prozent auf 309 Millionen Dollar und lag damit so hoch wie seit dem zweiten Quartal 2008 nicht mehr. Vor einem Jahr stand noch ein Verlust von 194 Millionen Dollar in den Büchern. Auch unter dem Strich kehrte Alcoa mit einem Plus von 308 Millionen Dollar binnen Jahresfrist in die Gewinnzone zurück.

Auch auf lange Sicht zeigte sich das Unternehmen aus Pittsburgh, das traditionell als erster US-Großkonzern seine Quartalszahlen vorlegt, optimistisch. „Unser Ausblick für den Rest des Jahres 2011 und darüber hinaus bleibt sehr positiv angesichts der wachsenden Weltbevölkerung und der zunehmenden Urbanisierung“, sagte Kleinfeld. Er bekräftigte seine Prognose, dass die Aluminiumnachfrage in diesem Jahr um zwölf Prozent wachsen werde. Motor seien vor allem die Flugzeug- und Autoindustrie. Bei schweren Lkw dürfte die Nachfrage sogar noch etwas größer sein. Probleme bereitet nach Kleinfelds Worten vor allem die Baubranche, die vor allem in Nordamerika und Europa schwach bleibt. Das Verpackungsgeschäft dürfte auf der Stelle treten.

Wenig euphorisch nahmen die Anleger das Zahlenwerk auf. Sie zeigten sich vor allem vom Umsatz enttäuscht. Dieser blieb mit einem Anstieg von 22 Prozent auf 5,96 Milliarden Dollar knapp hinter den Analystenerwartungen von 6,08 Milliarden Dollar zurück. Nachbörslich gaben die Alcoa-Aktien, die in den vergangenen sechs Monaten rund 40 Prozent zugelegt hatten, in New York mehr als drei Prozent nach, in Frankfurt büßten sie rund fünf Prozent ein.

Auch Analysten schlossen sich Kleinfelds Zuversicht nicht rundweg an. „Was den Markt wirklich besorgt ist das Umsatz-Wachstum“, sagte Branchenexperte Alan Lancz. „Sie haben die Margen tatsächlich so gut es geht gesteigert, doch wenn nun das Umsatzwachstum die Erwartungen nicht erfüllen kann, ist der Markt anfällig.“ Stephen Massocca von Wedbush Morgan wies zudem daraufhin, dass die Erholung nach der Wirtschaftskrise an der Börse schon weitgehend eingepreist wurde. „Alcoa hatte eine starken Lauf, der nur noch schwer Spielraum für weitere Steigerungen lässt“, sagte Massocca.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Gute Zahlen sind und bleiben gute Zahlen, liebe Redaktion! Wenn "der Markt" das aufgrund von Analysten-Gehirnwäsche anders sieht, dann müssen Sie nicht die eigene Berichterstattung verdrehen!
    Das Internet vergisst nicht...
    http://dokufox.wordpress.com/2011/04/12/handelsblatt-unterwirft-sich-analysten-manipulations-berichterstattung/

  • Guten Tag;... Aha,.... deshalb geht sie runter. Besten Dank

  • Zum Zeitpunkt Ihrer Meldung war Alcoa bereits mit 3,5% im Minus - soviel zu den guten Zahlen und wie hier Wirtschaftsstimmung protegiert wird -

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