US-Börsenaufsicht prüft die Anschuldigungen von Ex-Mitarbeitern
Zweite Klage gegen Daimler-Chrysler wegen illegaler Buchführung

Vor einem Bezirksgericht in Detroit hat eine ehemalige Beschäftigte Daimler-Chrysler beschuldigt, das Unternehmen habe ihre Berichte über illegale Buchführungspraktiken ignoriert und sie deshalb entlassen. Die US-Finanzaufsichtsbehörde SEC prüft derzeit die Vorwürfe.

HB PORTLAND. Die Klägerin, Christine Holtzmann, wurde im Dezember 2003 nach 18 Jahren bei Chrysler und dann bei Daimler-Chrysler entlassen. Ende September behauptete ein anderer ehemaliger Beschäftigter, David Bazzetta, in einer ähnlichen Klage, Daimler-Chrysler unterhalte wenigstens 40 geheime Konten für die illegale Zahlung von Schmiergeldern an Regierungsbeamte in Lateinamerika. Von Daimler-Chrysler hieß es nur, das Unternehmen kooperiere voll mit der SEC.

Christine Holtzmann war im Business Practices Office von Chrysler beschäftigt, das verdächtige Geschäftspraktiken prüft und an den Revisionsausschuss des Unternehmens meldet. Sie behauptet, in einem Zeitraum von anderthalb Jahren bis September 2003 habe Daimler-Chrysler ihre Berichte über ein Dutzend Verstöße weder geprüft noch dem Revisionsausschuss gemeldet. Stattdessen wurde sie im Dezember entlassen. Ihre Anwältin, Laura Fentonmiller, behauptete vor der Presse, dass Beschwerden zurückdatiert und als erledigt abgelegt wurden. David Bazzetta war interner Buchprüfer und wurde im Januar dieses Jahres nach 21 Jahren bei Chrysler und Daimler-Chrysler entlassen.

Die Daimler-Chrsyler-Aktie verlor am Freitag 1,7 Prozent und notierte bei 33,95 Euro.

Quelle: Handelsblatt
Jens Eckhardt
Handelsblatt / Korrespondent
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