US-Börsenaufsicht
Siemens-Spitze bemüht sich um gute Stimmung

Die Siemens-Spitze hat in Washington der einflussreichen US-Börsenaufsicht SEC Bericht über die Aufklärung der Korruptionsaffäre erstattet. Siemens-Chef Peter Löscher und Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Cromme versuchen, die im Siemens-Schmiergeldskandal ebenfalls ermittelnde US-Behörde milde zu stimmen.

HB MÜNCHEN. "Es war ein gutes Gespräch", sagte ein Konzernsprecher in München. Daran hätten am Montag auch Vertreter des US-Justizministriums teilgenommen. "Das ist der Auftakt zum weiteren direkten Dialog", sagte der Sprecher. Zu Inhalten wollte er sich nicht äußern.

Branchenkenner fürchten ein hohes Bußgeld der SEC, das mehrere Mrd. Euro betragen könnte. Über die Affäre sind bereits ahlreiche Top-Manager gestolpert. Löscher, seit Mitte 2007 im Amt, ist der erste Siemens-Chef, der nicht im Konzern groß geworden ist. Die Münchner selbst haben bisher rund 1,3 Mrd. Euro dubiose Zahlungen identifiziert, die auf Korruption hindeuteten.

Wegen der Notierung an der New Yorker Börse hat sich die SEC in die Ermittlungen eingeschaltet. Seit dem Amtsantritt Löschers versucht der Konzern sein Image aufzupolieren. So wurde am Freitag der designierte Finanzchef der Industriesparte nach nur einer Woche wieder abberufen, weil es im Korruptionsfall um die managementnahe Arbeitnehmerorganisation AUB neue Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft geben soll.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%