US-Chemieriese
Dow Chemical leidet unter Kostenexplosion

Der größte US-Chemiekonzern Dow Chemical hat angesichts rasant gestiegener Kosten für Rohstoffe und Energie im dritten Quartal operativ deutlich weniger verdient als ein Jahr zuvor.

HB MIDLAND. Der Umsatz erhöhte sich dagegen dank erneut starker Preiserhöhungen um 13 Prozent auf 15,4 Mrd. Dollar. Für 2009 sei mit einer globalen Rezession zu rechnen, warnte Konzernchef Andrew Liveris am Donnerstag am Sitz in Midland (US-Staat Michigan). Das bisherige Ergebnisziel nahm er daher zurück.

Das Unternehmen vermeldete am Donnerstag für das dritte Quartal ein Betriebsergebnis von 60 Cent je Aktie ohne Sonderposten, nach 84 Cent vor Jahresfrist. Der operative Gewinn brach im dritten Quartal um mehr als 40 Prozent auf 633 Mio. Dollar ein. Unter dem Strich stand ein Konzerngewinn von 428 Mio. Dollar (334 Mio. Euro) - ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zu dem von einem Steuereffekt belasteten Vorjahresquartal.

Mit seinem Gewinn übertraf Dow Chemical die Erwartungen der Experten. Der Umsatz lag leicht darunter. Die Aktie stieg im vorbörslichen Handel deutlich.

Selbst die Preiserhöhungen von im Schnitt 22 Prozent konnten die gestiegenen Kosten nicht wettmachen. Die Ausgaben für Material, Energie und Transport kletterten um fast 50 Prozent. Auch die Wettbewerber leiden unter der Kostenexplosion. Den Konzern belasteten außer dem Rückgang der Auslieferungen zuletzt auch Einschränkungen der Produktion durch Wirbelstürme. Dow Chemical beschäftigt weltweit rund 46 000 Mitarbeiter.

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