US-Chemieriese
Dupont bricht der Umsatz ein

Der US-Chemiekonzern Dupont hat im ersten Quartal einen unerwartet deutlichen Umsatzeinbruch verbucht. Der Umsatz fiel zu Jahresbeginn um 20 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar. Experten hatten 7,4 Milliarden Dollar erwartet.

HB WILMINGTON. Der US-Chemiekonzern Dupont hat wegen der Wirtschaftskrise den Ausblick für das laufende Jahr erneut gesenkt. Bis auf die Agrarmärkte sei weiterhin mit schwierigen Marktbedingungen zu rechnen, teilte der Konzern am Dienstag in Wilmington mit. Die Gewinnprognose für 2009 schraubte Dupont daher auf 1,70 bis 2,10 von bisher 2,00 bis 2,50 Dollar je Aktie vor Sonderposten zurück. Der Konzern stellte zudem weitere aggressive Maßnahmen zur Kostensenkung in Aussicht.

Die Entwicklung im ersten Quartal war ebenfalls von der Krise stark geprägt. Der Gewinn je Aktie sank auf 0,54 (Vorjahreszeitraum 1,31) Dollar. Insgesamt erwirtschaftete DuPont 0,488 (1,191) Mrd. Dollar Gewinn. Experten hatten im Schnitt ein EPS von 0,52 Dollar erwartet, während der Konzern selbst 0,5 bis 0,70 Dollar in Aussicht gestellt hatte. Der scharfe Rückgang im Industriegeschäft wurde durch eine robuste Entwicklung im Agrargeschäft gedämpft. Hier erhöhte sich der Gewinn auch dank Preiserhöhungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Auch der Umsatz sackte im ersten Quartal spürbar um ein Fünftel auf 6,9 Mrd. Dollar ab. Hier blieb der Konzern hinter den Erwartungen der Experten zurück. Als Gründe für den scharfen Umsatzrückgang nannte Dupont den globalen Einbruch von Autoverkäufen und auf dem Bausektor sowie den schwachen Konsum. Die Wirkung sei durch einen Lagerabbau noch verstärkt worden. Besonders kräftig waren die Umsatzrückgänge in Europa und in Asien mit jeweils 28 Prozent. Dabei hatte der Konzern neben scharfen Volumenrückgängen in Asien auch mit negativen Wechselkurseinflüssen zu kämpfen.

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