US-Chemieriese mit Gewinnanstieg
DuPont kann Erwartungen nicht erfüllen

Der zweitgrößte US-Chemiekonzern DuPont hat im zweiten Quartal des laufenden Jahres trotz gestiegener Energie- und Rohstoffpreise seine Gewinne deutlich erhöht. Analysten hatten allerdings noch mehr erwartet.

HB NEW YORK. Ausgenommen Sondererträge von elf Cent je Aktie, die aus dem Verkauf von Geschäftsteilen und Steuererträgen stammten, sei ein Gewinn von 90 Cent je Aktie erwirtschaftet worden, teilte DuPont am Dienstag vor US-Börsenbeginn mit. Analysten hatten dagegen im Schnitt mit einem Gewinn je Aktie von 96 Cent gerechnet. Wegen höher als erwarteter Energiekosten und sich abschwächender Verkaufsmengen erwartet der US-Chemieriese jetzt für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von 2,75 bis 2,80 Dollar. Das obere Ende der Prognosespanne beim Gewinnausblick hatte bislang höher gelegen.

Der Nettogewinn habe auf 1,02 Mrd. Dollar zugelegt, nach 503 Mill. Dollar vor Jahresfrist, teilte Dupont mit. Je Aktie sei der Gewinn auf 1,01 Dollar gestiegen verglichen mit 50 Cent im zweiten Quartal des Vorjahres. Ohne die abgespaltenen Geschäftssparten Textiles & Interiors und Photomasks kam das in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware ansässige Unternehmen im Quartal auf einen Umsatz von 7,9 Mrd. Dollar. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Während Dupont seine Verkaufspreise um sechs Prozent anheben konnte, blieben die Verkaufsmengen dagegen lediglich stabil.

Analysten äußerten sich enttäuscht. „Das ist ein sehr schwacher Ergebnisausweis“, sagte David Begleiter, Chemieanalyst bei der Deutschen Bank. Die nur stabilen Verkaufsmengen, die hohen Kosten für Erdöl und Erdgas sowie eine schwache Geschäftsentwicklung in den zwei Schlüsselsparten Agriculture & Nutrition sowie Coatings & Color Technologies seien der Hauptgrund.

Auf dem Handelssystem Inet gab der Kurs der DuPont-Aktie vor US-Börsenbeginn auf 43,24 Dollar nach. Am Montag ging die Aktie im Börsenhandel bei einem Schlusskurs von 44,04 Dollar aus dem Handel. Der weltweite Chemiebranchenprimus BASF will am 3. August seinen Zwischenbericht zum zweiten Quartal vorlegen.

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