US-Fluglinie
Mutterkonzern von American Airlines streicht 13.000 Stellen

Die drittgrößte US-Fluggesellschaft American Airlines steht unter Gläubigerschutz. Nun will Konzernmutter AMR etwa 15 Prozent aller Stellen bei der Fluglinie kürzen, aber Firmen-Chef Horton hat auch gute Nachrichten.
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New York / Fort Worth Der Mutterkonzern der unter Gläubigerschutz stehenden US-Fluglinie American Airlines plant den Abbau Tausender Stellen. „Am Ende dieser Reise werden wir deutlich weniger Leute zählen“, kündigte AMR-Chef Tom Horton am Mittwoch auf einem Treffen mit Gewerkschaften an. „Aber wir werden auch Zehntausende Jobs sichern, die verloren gegangen wären, wenn wir diesen Kurs nicht eingeschlagen hätten,“ schrieb er am Mittwoch in einem offenen Brief an die insgesamt 88 000 Beschäftigten des drittgrößten Luftfahrt-Konzerns der USA.

Dem Brief zufolge peilt die Konzernmutter Einsparungen von mehr als zwei Milliarden Dollar jährlich an. Unternehmenskreisen zufolge könnten zwischen 12.000 und 14.000 Stellen gestrichen werden. Diese Zahl nannte Horton bei dem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern, bei denen er seinen Plan zur Rettung der verlustreichen Fluglinie vorstellte. Demnach trifft es die Mechaniker und Mitarbeiter in der Gepäckabfertigung besonders hart. Auch 2300 Flugbegleiter und 400 Piloten sollen gehen. American leidet unter besonders hohen Personalkosten.

Ende November hatte die Muttergesellschaft der drittgrößten US-Fluggesellschaft deswegen die Reißleine gezogen und Gläubigerschutz beantragt.

Laut „Wall Street Journal“ ist AMR-Chef Horton dabei, die Fluggesellschaft umzubauen. In den nächsten fünf Jahren will er die Anzahl der American Airlines-Flüge von den Flughäfen in New York, Los Angeles, Miami, Dallas und Chikago um 20 Prozent steigern. American Airlines will zudem seine überalterte Flotte erneuern.

Derzeit geht der Flugbetrieb weiter und das Management rechnet damit, dass ein Neustart gelingt. Auch andere große US-Fluglinien hatten sich schon durch eine Insolvenz von Schulden und Personalkosten befreit und verzeichnen heute wieder satte Gewinne.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Annika Reinert
Vivien Marx
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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