US-Gerätehersteller
Maytag macht Gewinn und prüft Übernahmeangebote

Nach einem Verlust im Vorjahresquartal macht Maytag nun wieder Gewinn. Doch der US-Haushaltsgerätehersteller steht nach wie vor im Mittelpunkt eines Übernahmekampfes. Derzeit wird ein Kaufangebot seines Konkurrenten Whirlpool geprüft.

HB NEWTON. Maytag ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Der US-Branchendritte wies am Freitag einen Gewinn von 3,5 Millionen Dollar (2,8 Millionen Euro) oder vier Cent je Aktie aus. Im zweiten Quartal 2004 hatte Maytag einen Verlust von 41 Millionen Dollar oder 52 Cent je Aktie vermeldet. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um 6,7 Prozent auf 1,23 Milliarden Dollar. Damit hat Maytag im zweiten Quartal weniger als erwartet verdient. Analysten hatten im Durchschnitt einen Gewinn je Aktie von zehn Cent erwartet.

Der Halbjahresumsatz von Maytag stagnierte mit 2,4 Milliarden Dollar. Der Gerätehersteller teilte einen Halbjahresgewinn von 11,2 Millionen Dollar oder 14 Cent je Aktie mit. In den ersten sechs Monaten 2004 war es ein Verlust von 2,4 Millionen Dollar oder drei Cent je Aktie gewesen. Maytag erwartet für das Gesamtjahr einen Gewinn von 45 bis 55 Cent je Aktie.

Unterdessen geht der Übernahmekampf um den Hersteller, der vor allem durch seinen Hoover-Staubsauger bekannt ist, weiter. Noch im Rennen sind die New Yorker Investmentgruppe Ripplewood Holdings und Whirlpool. Der führende chinesische Haushaltsgeräte-Hersteller Haier hat sich aus dem Übernahmekampf verabschiedet. Er zog in dieser Woche sein gemeinsam mit zwei US-Investmentfirmen abgegebenes Maytag-Kaufangebot von 1,28 Milliarden Dollar zurück.

Die US-Firma Whirlpool, mit Marken wie Whirlpool, Bauknecht, KitchenAid, Brastemp und Consul globaler Branchenführer, bietet mehr als 1,3 Milliarden Dollar (1,09 Mrd Euro) für Maytag. Whirlpool will mindestens die Hälfte des Kaufpreises für Maytag in bar und den Rest in Form von Whirlpool-Aktien zahlen. Eine endgültige Offerte machte Whirlpool allerdings von der Überprüfung der Maytag-Bücher abhängig. Das Kaufangebot werde weiter geprüft, erklärte hingegen der Übernahmekandidat. Nach Ansicht von Branchenkennern könnte die starke amerikanische Whirlpool- Marktposition im Falle einer Übernahme zu einer intensiven kartellrechtlichen Überprüfung führen.

Die Offerte von Ripplewood liegt bei 1,125 Milliarden Dollar in bar. Der Verwaltungsrat hält offenbar an seiner Empfehlung für die Übernahmeofferte von Ripplewood Holdings fest. Ob die Whirlpool-Offerte zu einer finanziell besseren Transaktion führen würde, konnte der Maytag-Verwaltungsrat nicht feststellen.

Maytag ist nach Whirlpool und General Electric die Nummer drei unter den US-Haushaltsgeräteanbietern und verfügt über Marken wie Maytag, Jenn-Air, Hoover und Amana.

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