US Geschäft läuft schlecht
Adidas läuft der Flaute davon

Der zweitgrößte Sportartikel-Konzern der Welt Adidas-Salomon hat trotz deutlichen Umsatzrückgangs in den USA erneut einen Gewinn erzielen können. Wie der Traditionskonzern am Mittwoch mitteilte, stieg der Quartalsüberschuss von Juli bis September auf 150 (Vorjahr 131) Millionen Euro.

HB HERZOGENAURACH. Mit dem erwirtschafteten Quartalsgewinn konnte der fränkische Sportartikel-Hersteller die Analystenschätzungen deutlich übertreffen. Der Umsatz dagegen hat sich auf 1,853 (1,868) Mrd. Euro verringert. Allerdings ist der Umsatz weniger starkt zurückgegangen, als von Branchenkennern erwartet. Sie hatten einen Umsatz von im Schnitt 1,819 Mrd. Euro prognostiziert.

Der Konzernumsatz im vergangenen Quartal litt besonders unter dem schwachen US-Geschäft sowie dem starken Euro. Doch Adidas-Chef Herbert Hainer gibt sich optimistisch: „Ich bin überzeugt, dass der Abwärtstrend nicht weiter anhält.“ Rückläufige Umsätze in Nordamerika will der Adidas-Chef über eine Werbekampagne mit Stars der US-Basketball-Liga NBA, ein umfangreiches Sportsponsoring sowie neue Produkte auffangen.

„Im nächsten Jahr wollen wir in Nordamerika mehr investieren“, sagte Hainer ergänzend zu den Quartalszahlen. „Unser Ziel ist es, einen Marktanteil von 20 Prozent zu erreichen.“ Derzeit liege der Marktanteil des Unternehmens aus Herzogenaurach in den USA bei 11 %.

Das Umsatzminus in den USA ist schmerzlich: Während die Auftragsbestände für Adidas-Schuhe insgesamt um 10 % zurückgingen, wies das Geschäft in den USA ein Minus von 40 % aus. Auch im Bereich Bekleidung gingen die Aufträge in Nordamerika um 28 % zurück. Dadurch wurden deutliche Zuwächse in Asien und Europa wieder zunichte gemacht. Zuwächse um bis zu 14 % verzeichnete der Sportartikelhersteller jedoch bei seinem Golfprogramm.

Die europäischen Umsatzzahlen dagegen bezeichnete der Adidas-Chef als „exzellent“. Da die Marke vor allem in Italien, Frankreich und Großbritannien habe zulegen können, liege der Umsatz in Europa in den ersten neun Monate mit 2,7 Mrd. Euro noch immer 5 % über dem Vorjahreswert.

Seine Jahresziele, wonach der Umsatz um mindestens fünf Prozent wachen solle, hat der Konzern noch einmal bestätigt. Der Konzerngewinn solle 2003 um zehn bis 15 Prozent wachsen, sagte Hainer. Auch für das Jahr ist der Sportartikel-Hersteller optimistisch. „Wir rechnen 2004 mit einem weiteren Gewinnwachstum“, sagte der Adidas-Chef. Eine genauere Prognose werde der Sportartikel-Hersteller aber erst Anfang nächsten Jahres veröffentlichen.

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