US-Getränkekonzern plant Akquisitionen
Pepsico hat Appetit auf Schweppes und Knabbergebäck

Der US-Getränkekonzern Pepsico will in Deutschland durch Akquisitionen weiter wachsen. Pepsicos Deutschland-Chef Hermann K. Gottwald denkt dabei besonders an die Übernahme der Mineralwassermarke Apollinaris und die Erweiterung des Geschäftes mit salzigen Snacks.

NEU ISENBURG. Der britische Süßwaren- und Getränkekonzern Cadbury Schweppes hat Apollinaris zusammen mit seinem gesamten europäischen Getränkegeschäft zum Verkauf gestellt, Pepsico gilt als heißester Bewerber. Hingegen stehen die Aktivitäten zur Erweiterung der Snacksparte („Frito-Lay“) noch nicht vor einem Abschluss. Grund: Die in Frage kommenden Unternehmen signalisieren bisher keine Verkaufsbereitschaft.

Dennoch strebt Gottwald weiter Zukäufe auf dem Snackmarkt an. „Wir wollen durch Akquisitionen den Eintritt in den deutschen Markt erreichen“, sagte er dem Handelsblatt.

Für ein nennenswertes Engagement im Snackbereich kommen Marktexperten zu Folge nur zwei Kandidaten in Betracht: Intersnack (Marke: Chio Chips), mit einem Marktanteil von etwa 27 Prozent die Nummer eins, und Lorenz Snack-World (Marke: Crunchips) mit einem Anteil von rund 21 Prozent des Marktes. Der Rest wird von Discountern dominiert. Mit einem nur homöopathisch zu nennenden Anteil am Snackmarkt in Deutschland liegt Pepsi weit hinter dem Vorbild des Mutterkonzerns aus Purchase im US-Bundesstaat New York zurück: Pepsico-Chef Steve Reinemund erlöst mit der nordamerikanischen Snacksparte inzwischen ein Drittel des Konzernumsatzes von rund 30 Mrd. Dollar jährlich.

Intersnack, die von dem Kölner Zuckerhersteller Pfeiffer & Langen kontrolliert werden, zählt für den Mehrheitsgesellschafter nach Angaben aus unternehmensnahen Kreisen derzeit zum festen, unveräußerlichen Bestandteil des Firmen-Portfolios. Mit dem Inhaber von Snack-World, Lorenz Bahlsen, hat Pesico dagegen offenbar zumindest schon erste Sondierungsgespräche geführt. Allerdings war der Getränkekonzern dabei wohl bisher wenig erfolgreich. „Zu einem Kaufvertrag gehören zwei“, sinniert Gottwald und räumt dem Ausbau des Getränkesegmentes deshalb im Augenblick eine höhere Priorität ein.

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