US-Handyhersteller
Motorola muss noch mehr sparen

Motorola kommt nicht aus der Krise heraus, im Gegenteil: Der US-Handyhersteller kämpft auf seinem Sanierungskurs weiter mit tiefroten Zahlen und sinkenden Umsätzen. Nun müsse der Sparkurs sogar noch einmal verschärft werden, kündigte der Konzern am am Sitz in Schaumburg, Illinois, an.

HB SCHAUMBURG. Motorolas Verlust fiel im ersten Quartal mit 231 Mio. Dollar (175 Mio. Euro) nochmals 20 Prozent höher aus als ein Jahr zuvor. Der Umsatz brach um 28 Prozent auf knapp 5,4 Mrd. Dollar ein. Analysten hatten einen noch etwas größeren Verlust erwartet.

Das Unternehmen verkaufte mit 14,7 Mio. Handys 46 Prozent weniger Geräte als im Vorjahresquartal. Motorola - einst der zweitgrößte Handy-Hersteller der Welt - liegt abgeschlagen hinter Nokia, Samsung und LG Electronics, konnte sich aber wieder leicht vor Sony Ericsson schieben. Zu Motorolas hausgemachten Problemen kommt der Abschwung am Handymarkt hinzu.

Das Sparziel für 2009 wurde um 200 Mio. auf mehr als 1,7 Mrd. Dollar angehoben. Im zweiten Quartal soll der Verlust je Aktie geringer ausfallen als zum Jahresauftakt.

Erst Mitte Januar hatte der Hersteller wegen seiner massiven Probleme den Abbau von weiteren 4000 Stellen vor allem in der verlustreichen Handysparte begonnen - rund sechs Prozent aller Jobs. Zuvor wurden bereits 3000 Arbeitsplätze gestrichen.

Motorola wollte sein Handygeschäft ursprünglich abspalten, legte die Pläne aber auch wegen der Wirtschaftskrise vorerst auf Eis. Der Konzern betreibt daneben zwei profitable Sparten für Netzwerke und Firmen-Kommunikationstechnik.

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