US-Hersteller kämpfen um Marktanteile
Probleme vor der eigenen Haustür

Von der Autoschau in Detroit erhoffen sich die Hersteller ein Aufbruchsignal. Knackpunkt dabei ist, ob es gelingt, auf dem weitgehend gesättigten Schlüssel-Markt Nordamerika mit neuen Modellen Steigerungsraten zu erzielen.

HB DETROIT. Die „Detroit News“ brachte es zum Auftakt der Autoshow auf den Punkt: „Die glorreichen Zeiten der amerikanischen Personenwagen sind lange vorbei. Aber die Autobauer in Detroit laden durch für den Rückschlag.“ In der Tat: Seit vielen Jahren sind die großen Drei - GM, Ford und Chrysler, alle mit Hauptsitz in Detroit - im Segment der Personenwagen ausgerechnet vor der eigenen Haustür massiv unter Druck.

Auf der einen Seiten gewinnen japanische Hersteller auf dem US- Markt - mit rund 17 Mill. verkauften Pkw pro Jahr der wichtigste der Welt - mehr Käufer. Und auch die deutschen Autos von Audi, BMW, Mercedes-Benz, Porsche und VW finden immer mehr Anhänger. Die Deutschen können vor allem in der gewinnträchtigen Oberklasse punkten. Bei vielen Amerikanern gilt es als schick, Autos „Made in Germany“ zu fahren. Mit 13 % erreichten die deutschen Hersteller im November in den USA einen neuen Rekordwert. Und bis auf VW konnten alle Hersteller ihre Absatzzahlen steigern.

Aber die großen Drei aus Detroit wollen mit rund 100 neuen Modellen in den nächsten drei Jahren gegenhalten und Anteile zurückgewinnen. Dabei heißen die Zauberworte Qualität, aufregendes Design und die Besetzung von Nischen - auch von denen, die man zuletzt freiwillig aufgegeben hatte. So steht die klassische Limousine bei den Autobauern aus Detroit plötzlich wieder hoch im Kurs. Jahrelang hatte man sich auf Pickups, Geländewagen und die familienfreundlichen Minivans konzentriert, derweil riss speziell Toyota das Limousinen-Segment an sich. Chrysler und Ford antworten nun mit dem Ford Five Hundred und dem Chrysler 300.

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