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US-Immobilienkonzern: Icahn muss WCI-Konkurs verkraften

In den USA ist mit dem von Großinvestor Carl Icahn geführten Baukonzern WCI Communities einem weiteren Immobilienunternehmen die Luft ausgegangen. Der erst 2007 zum Chairman ernannte und auch bei Yahoo involvierte Icahn hat sich dabei mit seiner Beteiligung offenbar verspekuliert.

HB NEW YORK. WCI, ein vor allem in Florida tätiger Bauträger von Luxus-Residenzen, meldete am Montag für sich und rund 130 Tochtergesellschaften Insolvenz an und beantragte Gläubigerschutz nach US-Recht (Chapter 11). "Das Unternehmen hat mit großem Engagement versucht, einen Konkurs zu verhindern", erklärte der Direktoriumsvorsitzende Icahn. Der Schritt sei aber nun unumgänglich geworden. Icahn besitzt rund 15 Prozent an WCI, was etwa sechs Mill. Aktien entspricht. WCI-Papiere brachen am Montag 48 Prozent ein und kosteten nur noch 66 Cent.

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Icahn hatte seinen WCI-Anteil Anfang 2007 für 19 Dollar je Aktie gekauft. Nach einem langwierigen Machtkampf wurde er zum Chairman des Konzerns ernannt. Damals zeigte er sich optimistisch, mit WCI von den Turbulenzen auf dem US-Immobilienmarkt profitieren zu können. Der Häusermarkt in den USA befindet sich seit Mitte 2006 im Abwärtstrend, als ein extremer Bauboom und lockere Standards bei der Kreditvergabe zum Preisverfall und zu einer Flut von Zwangsversteigerungen führten. Florida ist einer der am stärksten davon betroffenen Bundesstaaten. Vor WCI hatten unter anderem bereits die US-Bauträger Tousa und Levitt & Sons Konkurs angemeldet.

WCI gab in den Konkurs-Papieren ein Vermögen von 2,18 Mrd. Dollar und Gesamtschulden von 1,92 Mrd. Dollar an. Am 5. August lief eine Frist zur Umschuldung von 125 Mill. Dollar ab, was den Schritt in den Konkurs auslöste. WCI-Chef Jerry Starkey wird nach Angaben des Konzerns das Unternehmen mit sofortiger Wirkung verlassen. Man habe sich auf eine beide Seiten zufriedenstellende Abfindung verständigt, teilte WCI mit.

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