US-Kartellbehörde prüft Übernahme länger
Sanofi hält an Zeitplan für Aventis-Kauf fest

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Synthélabo will die Übernahme des größeren Rivalen Aventis trotz neuen Informationsbedarfs der US- Kartellbehörde wie geplant bis Ende des zweiten Quartals abschließen.

Reuters/Dow Jones PARIS. Sanofi teilte mit, die US-Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) habe neue Informationen über das Kaufangebot an Aventis angefordert. Einzelheiten wurden nicht genannt. Ein Sanofi-Sprecher sagte allerdings, es sei ein übliches Vorgehen der FTC, bei einem geänderten Übernahmeangebot neue Informationen und mehr Zeit für die Prüfung zu verlangen. Man erwarte auch keine starke Auswirkung der FTC-Prüfung auf das Geschäft des neuen Konzerns.

Nach einer dreimonatigen Übernahmeschlacht hatten sich Sanofi und Aventis Ende April auf eine freundliche Übernahme geeinigt, aus der der nach Umsätzen größte Pharmakonzern Europas hervorgehen soll.

Auch Analysten zeigten sich wegen der Forderungen der FTC nicht besorgt. „Ich erwarte nicht, dass sie (Sanofi und Aventis) etwas Wichtiges verkaufen sollen“, sagte KBC-Analyst Christophe Van Vaeck. Wenn die FTC so etwas verlangen würden, dann hätten sie dies bereits angedeutet, fügte er hinzu.

Die EU-Kommission hatte Ende April die Übernahme von Aventis durch Sanofi unter Auflagen genehmigt. Zu diesen Auflagen gehörte, dass Sanofi eine Reihe von Lizenzen verkauft, um die Wettbewerbsbedenken der Kommission auszuräumen.

Die französische Börsenaufsicht AMF stimmte am Dienstag der Fusion zu. Die Frist für den Ablauf der Offerte will die AMF zu einem späteren Zeitpunkt festlegen.

Merrill Lynch hilft Sanofi bei der Finanzierung der Übernahme. Die New Yorker Investmentbank gewährt dem Pariser Konzern einen Kredit über 5,3 Mrd. Euro, hieß es in dem am Dienstag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Quartalsbericht der US-Investmentbank. Die neue Kreditvereinbarung ersetze eine im Januar getroffene Vereinbarung über 4 Mrd. Euro.

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