US-Kartellbehörden geben grünes Licht
Adidas nimmt erste Hürde bei Reebok-Übernahme

Europas größter Sportartikelhersteller adidas-Salomon hat von den amerikanischen Kartellbehörden grünes Licht für die Übernahme des US-Konkurrenten Reebok erhalten.

dpa-afx HERZOGENAURACH. Nach Ablauf der gesetzlich vorgeschriebenen Frist seien keine weiteren kartellrechtlichen Prüfungen in den USA vorgesehen, teilte Adidas am Dienstag in Herzogenaurach mit. Die Reebok-Aktionäre und die EU-Behörden müssen dem Geschäft nun noch zustimmen. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2006 abgeschlossen werden.

Adidas hatte im August die Übernahme von Reebok für rund 3,1 Mrd. Euro angekündigt. Mit dem Kauf will Adidas zum Branchenprimus Nike aufrücken. Adidas und Reebok - nach Nike die Nummer zwei und drei weltweit - kommen zusammen auf einen Umsatz von knapp 9 Mrd. Euro. Nike setzte zuletzt rund 11 Mrd. Euro um.

Adidas-Papiere gehörten am Dienstag zu den großen Dax-Gewinnern. "Viele Investoren sind erleichtert, dass die Übernahme damit zügig über die Bühne gehen dürfte", sagte ein Händler.

Nach der kartellrechtlichen muss Adidas möglicherweise noch eine juristische Hürde in den USA nehmen. Der Reebok-Aktionär Bryan Jennings hat bei einem Gericht im Bundesstaat Massachusetts beantragt, die Fusionsvereinbarung zu stoppen. Er wirft Reebok vor, sich unter Wert verkauft zu haben. "Wir haben ein faires Angebot gemacht, das vom Reebok-Board auch einstimmig befürwortet worden ist", sagte Vorstandschef Herbert Hainer.

Adidas hatte Anfang Mai den Verkauf seiner französischen Wintersport- und Outdoorsparte Salomon an die finnische Amer Sports bekannt gegeben, um sich auf das Geschäft mit Schuhen und Bekleidung sowie auf die Golfsparte Taylormade zu konzentrieren. Wegen des veränderten Zeitplans der EU-Kartellbehörden verzögert sich der Abschluss des Geschäftes auf Mitte Oktober.

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