US-Konjunktur und Rohstoffpreise bremsen
Henkel bekommt Gegenwind

Dem Konsumgüterkonzern Henkel machen steigenden Rohstoffpreise, der schwache Dollar und die lahmende US-Konjunktur zu schaffen. Trotzdem reagierten Anleger zunächst positiv.

HB DÜSSELDORF. Dem Konsumgüterkonzern Henkel machen steigenden Rohstoffpreise, der schwache Dollar und die lahmende US-Konjunktur zu schaffen. Umsatz und operatives Ergebnis gingen im ersten Quartal leicht zurück. Neuen Schwung soll die milliardenschwere Übernahme von Geschäften des Konkurrenten National Starch bringen. Henkel aktualisierte deshalb am Mittwoch seine Jahresprognose.

Die Entwicklung auf dem US-Markt sei "verhalten", erklärte der neue Henkel-Chef Kasper Rorsted. Henkel zufolge ist der Konzernumsatz "vor allem als Folge ungünstiger Wechselkurseffekte" im ersten Quartal 2008 um 2,3 Prozent auf 3,162 Mrd. Euro gesunken. Der Hersteller von Pritt, Pattex und Persil hatte in den USA in der Vergangenheit zugekauft und sein Geschäft dort ausgebaut. Nun spürt er die Folgen des niedrigen Dollar-Kurses und die schwächelnde Konjunktur in der weltgrößten Volkswirtschaft, die den Umsatz in der Region Nordamerika um 14,2 Prozent schrumpfen ließen. Das Ebit brach dort um 18,2 Prozent auf 64 Mill. Euro ein.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stagnierte insgesamt bei 320 (Vorjahr: 323) Mill. Euro. Der Gewinn legte indes unter anderem wegen niedrigerer Steuern auf 219 (205) Mill. Euro zu. Henkel lag damit im Rahmen der Erwartungen von Reuters befragte Analysten. Diese hatten mit einem Ebit von 325 Mill. Euro und einem Umsatz von 3,134 Mrd. Euro gerechnet.

Vor allem bei der wichtigen Wasch- und Reinigungsmittelsparte verhagelten steigende Rohstoffkosten Henkel das Ergebnis. Das Ebit sank hier von 117 Mill. Euro auf 104 Mill. Euro. Auch die Umsätze gingen zurück - doch waren diese vor Jahresfrist durch die Werbekampagne zum 100jährigen Jubiläum der Traditionsmarke Persil deutlich um 11,9 Prozent in die Höhe getrieben worden. Nun stand ein Minus von 3,5 Prozent auf 1,031 Mrd. Euro in den Büchern. Auch der Industrie- und Klebstoffbereich verbuchte ein Umsatzrückgang. Zuwächse konnte Henkel dagegen bei Kosmetikprodukten verbuchen.

Für 2008 aktualisierte Henkel seine Umsatz- und Ergebnisprognose. Unter Einbeziehung der im April erworbenen Geschäfte des Konkurrenten National Starch, die vor allem die Klebstoffsparte verstärken, soll der Umsatz weiter um drei bis vier Prozent wachsen. Das um Einmaleffekte bereinigte Ebit solle im "mittleren Zehnprozentbereich" zulegen, das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie solle im "mittleren einstelligen Prozentbereich" wachsen.

Seite 1:

Henkel bekommt Gegenwind

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%