US-Konzern
Baxter prüft den Verkauf seiner Impfstoff-Sparte

Die Impfstoffsparte ist zwar profitabel, aber nicht mehr das Kerngeschäft des US-Pharmakonzerns Baxter: Die Investmentbank Goldman Sachs soll sich nach Käufern umschauen. Mögliche Interessen hat sie bereits angesprochen.
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New York/FrankfurtDer amerikanische Medizintechnik- und Pharmakonzern Baxter lotet Insidern zufolge den Verkauf seines Impfstoffgeschäfts aus. Zusammen mit der Investmentbank Goldman Sachs sucht das Unternehmen nach Käufern für die Sparte, die 2013 Umsätze von annähernd 300 Millionen Dollar erzielte, wie mehrere mit den Plänen vertraute Personen Reuters am Mittwoch sagten. Möglichen Interessenten, darunter Beteiligungsfirmen, seien bereits angesprochen worden.

Baxter stellt in der Sparte unter anderem Impfstoffe gegen Hirnhautentzündung und gegen von Zecken übertragene Enzephalitis her. Zudem arbeitet Baxter mit anderen Gesellschaften bei der Entwicklung von Grippe-Impfstoffen zusammen.

Informationen zum möglichen Preis für die Sparte waren nicht erhältlich. Der Prozess sei noch in einem frühen Stadium - auch müsse Baxter möglichen Interessenten erst noch detaillierte finanzielle Angaben zu der Sparte zukommen lassen.

Bei Baxter war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Goldman Sachs lehnte eine Stellungnahme ab. Einem Insider zufolge könnte die Impfstoff-Sparte für mehr als das Zehnfache ihres operativen Gewinns (Ebitda) den Besitzer wechseln.

Der in Deerfield im US-Bundesstaat Illinois ansässige Konzern hat zwei große Geschäftsbereiche. Zum Segment Medical Products, das 2013 rund 8,7 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftete, gehören unter anderem Geschäfte mit Infusionspumpen und Produkten für die Anästhesie.

Das Impfstoffgeschäft zählt wie das Geschäft mit Mitteln gegen die Bluterkrankheit, in dem Baxter mit Bayer konkurriert, zum Geschäftsfeld BioScience. 2013 erzielte Baxter in dem Segment einen Umsatz von rund 6,5 Milliarden Dollar. Die Impfstoffsparte sei zwar profitabel, Baxter betrachte sie aber nicht mehr als Kerngeschäft, sagte einer der Insider.

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