US-Konzern Dow Chemical sieht Europas Chemie unter Druck

Hohe Energiekosten sind eines der größten Risiken für die europäische Chemiebranche – so sieht es zumindest der Chef des US-Konkurrenten Dow Chemical. Doch auch aus Asien droht neuer Druck.
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Dow Chemical-Chef Andrew Liveris: „Europa muss sich billiges Gas beschaffen.“ Quelle: AFP

Dow Chemical-Chef Andrew Liveris: „Europa muss sich billiges Gas beschaffen.“

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FrankfurtDer europäischen Chemiebranche drohen dauerhafte Wettbewerbsnachteile gegenüber US-Konkurrenten, die aufgrund der Schiefergasrevolution über große Vorteile bei Energie- und Rohstoffkosten verfügen. Davor warnt der Chef des amerikanischen Chemiekonzerns Dow Chemical, Andrew Liveris, im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Europa muss sich entweder billiges Gas beschaffen oder sich aus bestimmten Märkten und Geschäften verabschieden“, sagte Liveris. Vor allem energieintensive Sektoren der Branche sieht er in Gefahr.

Höheren Konkurrenzdruck für die Branche erwartet Liveris zudem von Seiten asiatischer und arabischer Chemiefirmen, die neue Kapazitäten aufbauen auch im Bereich der Spezialchemie und dabei geringere Renditeanforderungen an den Kapitaleinsatz stellen als westliche Konzerne. „Die Lebenszyklen der Produkte werden kürzer und die Standardisierung beschleunigt sich“, warnt Liveris. Der Dow-Chef will daher nicht nur die Produktion an kostengünstigen Standorten ausbauen, sondern zugleich auch seine Investition in Forschung und Entwicklung verstärken.

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