US-Konzern ist auf der Suche nach Akquisitionen
3M sieht die Vorteile des Standorts Deutschland

Der US-Konzern 3M hat Spaß am deutschen Standort. In den letzten fünf Jahren hat der Multitechnologie-Konzern rund 150 Mill. Euro in Deutschland investiert.

NEUSS. Kurt-Henning Wiethoff, Geschäftsführer der 3M Deutschland GmbH, machte deutlich. dass die deutsche Niederlassung somit einen „soliden Beitrag“ zum Ergebnis der US-Mutter beigetragen konnte. 3M hat weltweit seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 9,8 Prozent auf 20 Mrd. Dollar gesteigert und auch in der ersten Hälfte des laufenden Jahres seinen Umsatz um 6 Prozent auf 10,5 Mrd. Dollar verbessert. Die 3M Deutschland GmbH hat 2004 ihren Umsatz um 3,3 Prozent auf 1,16 Mrd. Euro erhöht; das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 53 Prozent auf 59 Mill. Euro.

Nach den Worten des Deutschland-Chefs will 3M hier zu Lande weiter wachsen – jetzt aber verstärkt durch Akquisitionen: „Wir haben mehrere Firmen im Auge, die mit ihren Produkten zu uns passen könnten.“ Wiethoff denkt da vor allem an den Bereich Health-Care, der nicht nur weltweit, sondern auch in Deutschland die höchsten Steigerungsraten aufzuweisen hat.

Als jüngstes Investitionsprojekt wurde im Mai am Standort Hilden bei Düsseldorf eine Beschichtungsanlage für 13 Mill. Euro in Betrieb genommen. Weil das Werk über die modernste Technologie verfüge, so Wiethoff, war auch die Herstellung von Produkten möglich, die bisher aus einem 3M-Werk in den USA geliefert wurden. Die Kunden auf den europäischen Märkten könnten dadurch schneller beliefert werden. In Hilden befindet sich mit 950 Mitarbeiter das größte 3M-Werk in Europa.

„Das Management in den USA“, so erklärt Wiethoff die Bereitschaft für diese Investitionen, „hat erkannt, dass es in Deutschland eine gute Infrastruktur gebe, gut ausgebildete Mitarbeiter und die Verkehrslage günstig ist.“ Und nicht zuletzt seien hier viele zukunftsträchtige Technologien zu Hause. Dabei weist Wiethoff, der seit 1. Mai als Generaldirektor für die deutsche Niederlassung fungiert, besonders auf das Engagement bei der Entwicklung von Brennstoffzellen hin. Als weltweit eines der wenigen Unternehmen könne 3M das Herzstück des gängigsten Typs dieser kleinen Kraftwerke, die Membran-Elektroden-Einheit, wirtschaftlich in Serie herstellen und erfülle damit die Voraussetzung für eine Vermarktung auf breiter Ebene, betonte Wiethoff. Die Kompetenz für diese führende Rolle habe sich 3M schon zuvor mit seinem Wissen auf dem Gebiet der Nano-Technologie erworben.

Bundesweit nimmt Nordrhein-Westfalen in der Brennstoffzellen-Technologie eine führende Rolle ein. So ist 3M seit 2004 Mitglied in der Landesinitiative „Kompetenz-Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff in NRW“, um gemeinsam mit anderen Herstellern die Markteinführung dieser Umwelt schonenden Kraft- und Wärme-Erzeuger zu beschleunigen.

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