US-Konzern Johnson & Johnson weist zweistelliges Wachstum aus
Pharmabranche auf Wachstumskurs

Die Pharmabranche hat die Talsohle bei den Wachstumsraten hinter sich gelassen und befindet sich auf relativ solidem Kurs. Die meisten Marktbeobachter rechnen für die Abschlüsse im 3. Quartal daher eher mit positiven als mit negativen Überraschungen. Diese Einschätzung hat gestern der US-Konzern Johnson & Johnson bestätigt, der für das dritte Quartal einen Gewinn am oberen Ende der Erwartungen präsentierte und zugleich seine Prognosen für das Gesamtjahr erhöhte.

FRANKFURT/M. Die Nummer fünf der Pharmabranche steigerte ihren Umsatz um 15 % auf rund 10 Mrd. $ und den Nettogewinn um ein Fünftel auf 2,1 Mrd. $ oder 69 (57) Cent je Aktie. Besonders stark zu der guten Performance hat dabei allerdings das Geschäft mit Diagnostika, Implantaten und anderen Medizinprodukten beigetragen, dessen Umsatz gut 20 % zulegte. Die Arzneimittelsparte verzeichnete ein Plus von 13 % auf rund 4,8 Mrd. $, wobei positive Währungseffekte gut drei Prozentpunkte Wachstum bescherten.

Auch diese Performance erscheint relativ eindrucksvoll vor dem Hintergrund, dass J&J derzeit ausgerechnet bei seinem Bestseller Procrit/Eprex, einem Medikament gegen Blutarmut, massiv Marktanteile an den US-Konkurrenten Amgen verliert. Mehr als ausgeglichen wurden diese Einbußen jedoch durch Zuwächse bei einer Reihe anderer Produkte, darunter Medikamente gegen Rheuma, Magenerkrankungen und Epilepsie.

Einige Tage zuvor hatte bereits der US-Konzern Abbott ein deutlich zweistelliges Umsatzplus präsentiert, angetrieben vor allem von einem 20-prozentigen Zuwachs im amerikanischen Pharmageschäft. Auch für die meisten anderen Unternehmen der Branche erwarten Analysten eine insgesamt solide Performance mit Wachstumsraten von durchschnittlich etwa 7 bis 8 % auf währungsbereinigter Basis. Wie bereits in der ersten Jahreshälfte profitieren dabei Unternehmen, die in Dollar bilanzieren rein optisch von der Abwertung der US-Währung. Andererseits werden bei den meisten europäischen Pharmafirmen die nominalen Wachstumsraten gedrückt.

Auch über das Jahr 2003 hinaus sehen Pharmaexperten die Branche in einem soliden, wenn auch unspektakulären Aufwärtstrend. Die Analysten von Lehman Brothers etwa unterstellen für die Jahre 2003 bis 2006 ein Wachstum der Branche von etwa 8 % pro Jahr. In gleicher Höhe schätzen sie auch das Wachstum auf dem US-Markt ein.

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