US-Konzern verspricht Wachstum: GE erhöht den Druck auf Siemens

US-Konzern verspricht Wachstum
GE erhöht den Druck auf Siemens

Der amerikanische Technologiekonzern General Electric (GE) will sein Deutschland-Geschäft kräftig ausbauen. Im laufenden Jahr soll der Umsatz hier zu Lande um acht bis zehn Prozent steigen, sagte Deutschland-Chef Georg Knoth gestern in München.

jojo HB MÜNCHEN. Vor allem in der Energieerzeugung und der Medizintechnik sieht Knoth großes Potenzial. Übernahmen könnten noch für zusätzliches Wachstum sorgen, betonte der Manager.

GE greift damit den Erzrivalen Siemens auf dessen erfolgreichsten Feldern an. So zählen der Kraftwerksbau und die Medizintechnik zu den Sparten, die heute schon die Margenziele erreichen, die Siemens-Chef Klaus Kleinfeld als Ziel für das Frühjahr 2007 vorgegeben hat. Zudem hat Siemens in diesen Bereichen auch einen sehr hohen Marktanteil in Deutschland.

GE hat sich wegen der Dominanz von Siemens lange in Deutschland zurückgehalten und greift erst seit wenigen Jahren richtig an. Das zeigt sich auch in den Zahlen: So kam der Münchener Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr auf einen Inlandsumsatz von knapp 16 Mrd. Euro. GE erreichte laut den letzten verfügbaren Angaben des Jahres 2004 in der Region Deutschland, Schweiz und Österreich umgerechnet nur etwa sieben Mrd. Euro.

Detaillierte Zahlen für 2005 wollte Knoth gestern im Gespräch mit dem Handelsblatt nicht nennen. Der Deutschland-Umsatz von GE sei im vergangenen Jahr jedoch gewachsen, und er sei mit dem Geschäft zufrieden. GE beschäftigt hier zu Lande etwa 10 000 Mitarbeiter und betreibt in Deutschland neben Vertrieb und Service auch Werke, etwa für Windkraftanlagen. Eines ihrer fünf weltweiten Forschungszentren mit derzeit rund 200 Mitarbeitern haben die Amerikaner in München. Dort arbeitet das Unternehmen eng mit den Universitäten zusammen.

Teil der Wachstumsoffensive von GE ist das gestern eröffnete neue Kundenzentrum für Medizintechnik in München. Nur wenige Kilometer entfernt von der Siemens-Zentrale fasst GE hier verschiedene Standorte mit 200 Beschäftigten zusammen, um den deutschen Kunden eine zentrale Anlaufstelle zu bieten. Wegen zahlreicher Akquisitionen in den vergangenen Jahren war der Bereich an vielen Orten vertreten. Jetzt könne GE den Ärzten und Kliniken das gesamte Produktspektrum aus einer Hand anbieten, hieß es. In Zukunft soll die Zahl der Mitarbeiter auf 350 aufgestockt werden.

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