US-Konzern will seine Lastwagen wegen steigender Rohstoffkosten teurer verkaufen
Daimler-Tochter Freightliner dreht an der Preisschraube

Die Daimler- Chrysler-Tochter Freightliner plant als erster großer Lastwagenhersteller Preiserhöhungen wegen steigender Rohstoffkosten. „Wir werden einen Preisaufschlag einführen müssen“, sagte Rainer Schmückle, seit Mitte 2001 Chef von Freightliner, dem Handelsblatt.

je/hz PORTLAND. Vor allem der starke Anstieg der Stahlpreise macht den LKW-Herstellern schwer zu schaffen. Auch der Chef des LKW-Konkurrenten Scania, Leif Östling, deutete vor wenigen Wochen an, über einen Aufschlag nachzudenken.

Experten bewerteten die Entscheidung Schmückles trotz kurzfristig drohender Rückschläge am Markt als positives Signal. „Freightliner kann das durchsetzen, weil es eine starke Marke hat“, sagte Albrecht Denninghoff, Analyst der Hypo-Vereinsbank. Auch die Konkurrenz werde um einen solchen Schritt angesichts der geringen Gewinnspannen in der Branche auf Dauer nicht herumkommen.

Freightliner ist der führende LKW-Hersteller der USA mit einem Marktanteil von mehr als 30 % bei schweren Brummis. Die Daimler- Tochter zählte in den vergangenen Jahren noch zu den Sorgenkindern des Konzerns und schrieb rote Zahlen. Im vergangenen Jahr schaffte das Unternehmen jedoch früher als erwartet die Wende und erzielte wieder einen Gewinn.

Schmückle will mit Freightliner künftig vor allem mehr Geld verdienen: „Wir sind Marktführer und verzichten lieber auf Marktanteile als auf Gewinne“, sagte er. „Wir waren 2003 bereits in den schwarzen Zahlen und wollen das Ergebnis 2004 weiter steigern“, ergänzte er. Von 2001 bis 2003 habe Freightliner das operatives Ergebnis um insgesamt 1 Mrd. $ verbessert.

Die Hoffnungen von Daimler- Chrysler als weltgrößter LKW-Hersteller ruhen dieses Jahr vor allem auf den USA. Der Chef der Daimler- Nutzfahrzeugsparte Eckhard Cordes setzt angesichts stagnierender Absatzzahlen in Europa auf eine Erholung des nordamerikanischen LKW-Marktes. „Wir hatten in den USA für 2005 mit 220 000 verkauften schweren LKWs gerechnet, das könnte aber schon 2004 erreicht werden“, sagte Cordes jüngst. Für Europa sei 2004 allenfalls mit einer leichten Steigerung zu rechnen.

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