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05.03.2008 

Jeder Cent, den der Euro gegenüber dem Dollar zulegt, bringt BASF 250 Mill. Euro weniger Umsatz. Insgesamt erhöhten die Dax-Konzerne im vierten Quartal ihre Umsätze nur noch um 3,4 Prozent, in den Vorquartalen lag das Plus zwischen vier und acht Prozent.

Am stärksten trifft die Dollar-Schwäche die Autokonzerne. BMW, VW und Daimler verkaufen im Dollar-Raum mehr Autos, als sie dort produzieren. Die Folge sind Umrechnungsverluste. Nach Angaben der Schweizer Großbank Credit Suisse lässt ein um zehn Prozent aufgewerteter Euro - so viel legte die Währung seit September gegenüber dem Dollar zu - den Vorsteuergewinn in der Autobranche um mehr als zehn Prozent einbrechen.

BMW deutete an, über den geplanten Abbau von 8 100 Stellen hinaus weitere Arbeitsplätze zu streichen, falls der Dollar auf dem niedrigen Niveau bleibt.

"Der starke Euro, teure Rohstoffe, hohe Lohnabschlüsse und die drohende US-Rezession setzen Umsätze und Gewinne unter Druck", sagt Carsten Klude von der Privatbank M.M. Warburg. Binnen drei Monaten haben die Investmentbanken ihre Jahres-Gewinnprognosen für 22 der Dax-Konzerne verringert - betroffen sind Firmen wie Henkel, Linde, BASF und Thyssen -Krupp, Continental sowie alle Autobauer. "Auch bei den heiligen Kühen sinken die Erwartungen. Das ist typisch für eine Krise", sagt Commerzbank -Analyst Andreas Hürkamp.

Die Nagelprobe erwarten Experten wie Klude aber erst 2009. Noch seien die Auftragsbücher vieler Firmen für das laufende Jahr gut gefüllt. „Neue Order aber drohen bei schwächerer Weltwirtschaft und Wettbewerbsnachteilen durch den starken Euro auszubleiben“.

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