US-Markt
Deutsche Autobauer dürfen auf Absatzschub hoffen

Die deutschen Autobauer dürfen auf einen Absatzschub in den USA hoffen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer. Obwohl China an Bedeutung gewinnt, bleiben die USA als Absatzmarkt von großer Bedeutung. Jeder fünfte weltweit verkaufte Pkw wird künftig in den USA abgesetzt.
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HB DUISBURG. Der US-Automarkt wird nach Ansicht des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer bis 2018 schrittweise wieder zu seinem Normal-Niveau zurückkehren. Dann werden jährlich wieder 15,8 Millionen Pkw verkauft, wie es in einer am Sonntag vorgestellten Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen heißt. Dabei werde der sogenannte Premium-Markt bis 2015 auf knapp vier Millionen Verkäufe zulegen. Dies seien insgesamt "nahezu ideale Ausgangsbedingungen für die deutschen Autobauer". Diese könnten ihren Absatz von 875.900 auf dann 1,3 Millionen Fahrzeuge und ihren Marktanteil um einen Punkt auf 8,6 Prozent ausbauen.

Trotz des weiter steigenden Marktvolumens in China werde der Prognose zufolge etwa jeder fünfte weltweit verkaufte Pkw in den USA abgesetzt. Noch höher sei der US-Marktanteil am Premiumsegment.

Wie es weiter hießt, wird Europas größter Hersteller Volkswagen 2010 rund 258.000 Fahrzeuge in den USA verkaufen. Die VW-Tochter Audi werde dabei mit 100.300 erstmals die 100.000-er Marke überschreiten. Der Vergleich mit der BMW-Group, die 2010 etwa 262.500 Pkw absetzen wird, zeige aber, dass VW in der Vergangenheit den wichtigsten Markt der Welt vernachlässigt habe und sich erst seit knapp zwei Jahr daran mache, in USA stärker zu wachsen. Dabei sei in den kommenden fünf Jahren ein großer Schub des VW-Konzerns in den USA zu erwarten, prognostiziert CAR-Leiter Dudenhöffer in der Studie.

Insgesamt profitierten die deutschen Hersteller von ihrem hohen Marktanteil im weiter wachsenden Premiummarkt ebenso wie von der hohen Wettbewerbsfähigkeit durch eine ausgeweitete lokale Produktion. Zudem konzentrierten sich einige Hersteller mit einigen Modellen besonders auf den US-Markt.

Für Deutschland rechnet das Institut mit rund 2,95 Millionen Verkäufen 2010 und 3,24 Millionen im kommenden Jahr. 2015 sollen dann 3,15 Millionen Einheiten abgesetzt werden. Für den chinesischen Markt wird dagegen ein Wachstum von aktuell 11,4 Millionen auf dann 17,1 Millionen Pkw angenommen.

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