US-Mischkonzern
General Electric bestätigt Gewinnziel

Der US-Mischkonzern General Electric (GE) hat seine Gewinnziele für das vierte Quartal und für 2008 bestätigt. Im vierten Jahresviertel sei weiterhin mit einem Gewinn vor Sonderposten von 0,50 bis 0,52 Dollar zu rechnen.

HB FAIRFIELD. Im gesamten Jahr erwartet GE einen Gewinn je Aktie von 1,78 bis 1,84 Dollar. Das Unternehmen will künftig keine Prognosen mehr für den Quartalsgewinn veröffentlichen. Der Umsatz soll 2008 bei 185 Mrd. $ liegen. 2009 will GE weiterhin eine Jahresdividende von 1,24 Dollar ausschütten. Für das vierte Quartal sollen die Anteilseigner 0,31 Dollar je Aktie am 26. Januar erhalten. Die GE-Aktie gewann im späten US-Handel rund sechs Prozent.

Angesichts der wirtschaftlichen Krise wird General Electric sein Geschäft mit Haushaltsgeräten, Beleuchtungs- und Stromtechnik nicht wie geplant verkaufen. Der größte US-Mischkonzern kündigte für das kommende Jahr wegen der angepeilten Verkleinerung der Finanzsparte einen 5-prozentigen Umsatzrückgang an, will aber auch 2009 eine Jahresdividende von 1,24 Dollar je Aktie zahlen.

GE-CEO Jeff Immelt sprach während seines jährlichen Ausblicks für Analysten und Investoren von den härtesten wirtschaftlichen Zeiten, die seine Generation bisher erlebt habe. General Electric werde deshalb künftig keine Quartalsprognosen mehr abgeben.

Für den Konzern gab Immelt ebenfalls keine Jahresschätzung ab, äußerte sich allerdings zum Industriegeschäft. Für den Bereich, in dem Flugzeugtriebwerke, Stromturbinen und Medizintechnik produziert werden, dämpfte er die Erwartungen. Der Gewinn dürfte um weniger als fünf Prozent steigen, sagte er. Noch im Oktober hatte GE ein Wachstum der Industriegeschäfte von zehn Prozent angekündigt.

Immelt sagte, General Electric habe Finanzkrise und Rezession besser gemeistert als die Wettbewerber. Im nächsten Jahr werde der Konzern vom Servicegeschäft und von sinkenden Materialkosten profitieren.

Den Finanzbereich GE Capital will Immelt zwar verkleinern, aber nicht aufgeben. Er sei mit den übrigen Geschäftsfeldern zu sehr verzahnt. Beispielsweise finanziert GE Capital Geschäfte von Industriekunden des Konzerns. Der Finanzbereich soll nach Immelts Darstellung 2009 etwa fünf Mrd. Dollar verdienen.

Mit Blick nach vorn sagte Immelt, es sei angesichts der konjunkturellen Bedingungen damit zu rechnen, dass großtechnische Ausrüstungsaufträge verschoben würden. Ähnlich hatten sich bereits Industriekonzerne wie Honeywell International und United Technologies geäußert.

Im vierten Quartal seien die Aufträge für Industrieausrüstungen bereits um zehn Prozent gefallen, räumte Immelt ein. Er äußerte über dieses Maß allerdings „positiv überrascht“. GE starte mit einem Auftragsbestand von 55 Mrd. Dollar für Industrieausrüstungen in das neue Jahr. Das entspreche etwa dem Niveau von Juli.

Der langjährige GE-Beobachter und Analyst Deane Dray nannte die auf fünf Prozent gesenkte Erwartung beim Gewinnwachstum in der Industriesparte im Anschluss an die Investorenkonferenz „vernünftig“. Andere Analysten waren bereits von einem Rückgang des Gewinns ausgegangen.

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