US-Motorradhersteller
Harley verkauft mehr Maschinen

Besonders in Nord- und Südamerika verkauft der legendäre US-Motorradhersteller mehr Zweiräder. In Europa fällt der Absatz hingegen deutlich. Am Ende erzielt Harley-Davidson für 2012 einen höheren Gewinn.
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MilwaukeeDie chromverzierten Kultmotorräder von Harley-Davidson verkaufen sich so gut wie lange nicht mehr. Die Händler wurden im vergangenen Jahr mehr als 249.800 Maschinen los, wie der US-Hersteller mitteilte. Das war ein Zuwachs von gut 6 Prozent. Harley-Davidson legte dabei einen Schlussspurt hin: Im vierten Quartal stiegen die Verkäufe um fast 8 Prozent auf 43.400.

Harley-Davidson erfülle „die Wünsche der Menschen nach persönlicher Freiheit“, erklärte Firmenchef Keith Wandell am Sitz in Milwaukee. Im Gesamtjahr stieg der Umsatz um 5 Prozent auf rund 5,6 Milliarden Dollar (4,2 Mrd. Euro) und der Gewinn verbesserte sich um 4 Prozent auf unterm Strich 624 Millionen Dollar. Das vierte Quartal warf dabei wegen eines Sondereffekts allerdings weniger Geld ab als im Vorjahreszeitraum.

Harley-Davidson hatte in der Wirtschaftskrise vor vier Jahren noch ums Überleben kämpfen müssen, weil die Verkäufe der teuren Maschinen eingebrochen waren. Firmenchef Wandell gab in der Not die Marken MV Agusta und Buell auf, strich tausende Jobs und stellte die Produktion um. Heute profitiert der Hersteller von seiner Neuaufstellung; er schreibt seit einiger Zeit solide Gewinne. Der Umbau liege nun „weitgehend hinter uns“, erklärte Wandell.

Der Hersteller feiert zudem dieses Jahr ein Jubiläum. Exakt 110 Jahre sind es her, seit die Herren Harley und Davidson ihren Firmennamen an eine Bretterbude in einem Hinterhof von Milwaukee pinselten und ihre ersten drei Motorräder verkauften.

Zeit zu feiern. Natürlich werden die 110-Jahr-Feierlichkeiten ihren Höhepunkt am Firmensitz in Milwaukee haben, wo vom 29. August bis zum 1. September 2013 eine große Party stattfindet. Doch auch an Europa wird gedacht: Hier steigt die größte Harley-Party wohl bereits vorher in Rom. Auf dem Petersplatz könnte der Papst die mächtigen Twins segnen, heißt es auf der Harley-Website.

Aus Anlass des Firmengeburtstags erscheinen zwar keine wirklich neuen Maschinen aus Milwaukee, aber es gibt bereits seit August 2012 für Fans der Marke die Möglichkeit limitierte  Sondermodelle als „110th Anniversary“ zu kaufen. Jede dieser Maschinen ist mit einer Plakette versehen, auf der die fortlaufende Fertigungsnummer  verzeichnet ist, jede trägt exklusive Zweiton-Lackierungen in „Vintage Bronze“ und „Vintage Black“ sowie ein schwingenförmiges Tankemblem aus Bronze. 

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Frank G. Heide
Frank G. Heide
Handelsblatt / Redakteur Auto + Motor

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