US-Pharmakonzern
Abbott Laboratories mit Gewinnsprung

Gute Nachrichten aus der Pharmabranche: Dem US-Konzern Abbott Laboratories ist im vergangenen Jahr ein Gewinnsprung gelungen. Damit hat sich das Unternehmen vom Konkurrenten Johnson & Johnson abgesetzt und die Erwartungen der Analysten übertroffen.
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HB NEW YORK/FRANKFURT. Starke Geschäfte mit Medikamenten und Medizintechnik-Produkten haben dem US-Pharmakonzern Abbott Laboratories zu einem Gewinnsprung im vierten Quartal verholfen. Unter dem Strich verblieb für die Monate Oktober bis Dezember ein Gewinn von 1,54 Milliarden Dollar, ein Plus von 28 Prozent binnen Jahresfrist, wie das Unternehmen mitteilte. Je Aktie waren es ohne Sonderposten 1,06 Dollar, womit das in Chicago ansässige Unternehmen die Analystenerwartungen traf. Auch im Gesamtjahr 2008 nahm der Gewinn deutlich zu: er kletterte um 35 Prozent auf 4,88 Milliarden Dollar.

Für das laufende Jahr bekräftigte das Abbott-Management frühere Prognosen eines Gewinns je Aktie von 3,65 bis 3,70 Dollar. Landet Abbott 2009 in der Mitte, wäre dies immer noch ein zweistelliger Zuwachs verglichen mit 2008. Bei Anlegern kam das Zahlenwerk gut an. Die Abbott-Aktie gewann an der Wall Street im frühen Handel 1,7 Prozent auf 50,06 Dollar.

"Wir haben unsere ursprünglichen Wachstumserwartungen für das Jahr deutlich übertroffen", sagte Konzernchef Miles White. Der Konzernumsatz nahm 2008 um 14 Prozent auf 29,5 Milliarden Dollar zu. Die Ergebnisse von Abbott setzen sich deutlich von denen des Konkurrenten Johnson & Johnson ab, der schwache Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt und dies zum Teil mit dem Konjunktureinbruch begründet hat.

Bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten stach insbesondere das Arthritis-Präparat Humira hervor, dessen Umsätze im vergangenen Jahr um 47,6 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar in die Höhe schnellten. Insgesamt setzte Abbott 2008 im Pharmageschäft 16,7 Milliarden Dollar um und damit 14,2 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Ernährungssparte, die etwa Produkte für Kliniken herstellt, nahmen die Erlöse um 12,2 Prozent zu. Einen Umsatzsprung von 34,7 Prozent erzielte auch der Bereich Vascular, in dem das Geschäft mit Stents zur Gefäßerweiterung angesiedelt ist. Im laufenden Jahr will sich Abbott mit Stents der Marke Xience in Richtung Umsatzmilliarde bewegen.

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