US-Pharmakonzern
Eli Lilly legt beim Gewinn kräftig zu

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly hat dank guter Verkaufszahlen seiner Medikamente gegen Depressionen und Krebs im zweiten Quartal deutlich mehr verdient.

HB NEW YORK. Zu dem Gewinnschub in den Monaten April bis Juni trug auch eine gesunkene Steuerquote bei. Wie bei anderen US-Konzernen sorgte zudem der schwache Dollar für zusätzlichen Rückenwind im Auslandsgeschäft.

„Unsere neueren Produkte, einschließlich Cymbalta, Cialis und Alimta schlagen sich weiter außergewöhnlich gut und unsere Diabetes-Produkte haben gute Forschritte gemacht“, zog Lilly-Chef John Lechleiter am Donnerstag Zwischenbilanz. Unter dem Strich stehe ein Nettogewinn von 959 Mill. Dollar in den Büchern - ein Zuwachs von 44 Prozent binnen Jahresfrist. Damit verdiente Eli Lilly im zweiten Quartal 88 Cent pro Aktie nach 61 Cent im Vorjahreszeitraum. Allerdings musste das in Indianapolis ansässige Unternehmen ein Jahr zuvor noch hohe Sonderkosten im Zusammenhang mit Zukäufen verdauen.

Ohne Sonderposten kam Eli Lilly auf einen Gewinn je Aktie von 99 Cent. Analysten hatten im Schnitt einen Cent mehr erwartet.

Wegen Sonderaufwendungen senkte das Management zudem seine Prognose für den Gewinn je Aktie im Gesamtjahr. Ohne die Sonderaufwendungen blieb Eli Lilly aber bei seinem Ziel, 2008 pro Aktie einen Gewinn zwischen 3,85 und 4,00 Dollar zu erzielen. Das wäre ein Gewinnwachstum zwischen neun und 13 Prozent.

Eli Lilly setzte im zweiten Quartal insgesamt 5,15 Mrd. Dollar um und damit rund elf Prozent mehr als vor einem Jahr. Analysten hatten dagegen mit einem etwas geringeren Umsatz von 5,03 Mrd. Dollar gerechnet. Mit seinem Mittel gegen Depressionen Cymbalta kam der Konzern auf ein Umsatzplus von 26 Prozent auf 654 Mill. Dollar. Außerhalb der USA schnellten die Erlöse sogar um 80 Prozent in die Höhe, wozu auch der schwache Dollar beitrag. Der Viagra-Konkurrent Cialis erzielte 362 Mill. Dollar Umsatz. Das ist für die Potenzpille ein Zuwachs von 24 Prozent. Das Krebsmittel Alimta verzeichnete ein Umsatzplus von einem Drittel auf 275 Mill. Dollar, während das Krebspräparat Gemzar elf Prozent auf 440 Mill. Dollar zulegte.

Das Top-Medikament des Konzerns, das Schizophrenie-Mittel Zyprexa, erzielte dagegen nur einen mageren Umsatzanstieg von zwei Prozent auf 1,24 Mrd. Dollar. In den USA dämpfen weiterhin Befürchtungen die Umsatzentwicklung, die Einnahme von Zyprexa führe zur Gewichtszunahme. Mit seinen älteren Diabetesmedikamenten Humalog und Humulin verzeichnete Eli Lilly Umsatzzuwächse von 22 beziehungsweise zwölf Prozent.

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