US-Pharmakonzern
Eli Lilly profitiert von Dollarschwäche

Eine große Nachfrage nach Arzneimitteln gegen Depressionen, Diabetes und Krebs haben dem US-Pharmakonzern Eli Lilly einen kräftigen Gewinnanstieg beschert. Vor allem im Schlussquartal legte das Unternehmen zu und überraschte Analysten.

HB FRANKFURT/NEW YORK. "Lilly hat seinen Aktionären im vierten Quartal weiter starke Ergebnisse geliefert und so ein sehr erfolgreiches Jahr abgeschlossen", erklärte Vorstandschef Sidney Taurel, der Ende März in den Ruhestand geht, am Dienstag. Zum Handelsauftakt in New York notierte die Aktie des Konzerns bei rund 2,6 Prozent im Plus.

Der Nettogewinn des in Indianapolis ansässigen Unternehmens kletterte 2007 um elf Prozent auf 2,96 Mrd. Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich um 17 Prozent auf 3,54 Dollar und lag damit am oberen Ende der zuletzt auf 3,50 bis 3,55 Dollar angehobenen Ergebnisprognose. Mit neueren Medikamenten, wie dem Antidepressivum Cymbalta, der Potenzpille Cialis, dem Krebsmittel Alimta oder dem Diabetesmittel Byetta erzielt Eli Lilly inzwischen rund ein Drittel seiner Erlöse, nachdem es 2006 noch 24 Prozent waren. Die Umsätze mit diesen Produkten zogen um 57 Prozent an. Insgesamt setzte der Konzern im vergangenen Jahr 18,6 Mrd. Dollar um, ein Plus von 19 Prozent.

Im Schlussquartal sprang der Umsatz sogar um fast ein Viertel auf 5,19 Mrd. Dollar in die Höhe und lag über den Analystenerwartungen von 4,81 Mrd. Dollar. Dazu trug auch die schwache US-Währung bei, die das Geschäft im Ausland antrieb. Der Nettogewinn lag bei 854 Mill. Dollar nach 132 Mill. Dollar vor Jahresfrist. Damals lasteten allerdings noch hohe Kosten für einen gerichtlichen Vergleich auf den Erträgen.

Zum laufenden Geschäftsjahr äußerte sich der Vorstand optimistisch. Eli Lilly sei auf Kurs seiner Ergebnisprognose, die einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,85 bis 4,00 Dollar vorsieht. Zu dem erwarteten Wachstum soll vor allem ein starkes Geschäft mit den Medikamenten Cymbalta, Cialis, Byetta, Alimta und Humalog beitragen. Neuer Vorstandschef bei Eli Lilly wird zum April John Lechleiter, der bislang im Vorstand für das operative Geschäft verantwortlich ist.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%