US-Pharmakonzern rüstet sich für die Krise
Merck & Co entlässt 7200 Mitarbeiter

Der amerikanische Pharmakonzern Merck & Co hat im abgelaufenen Quartal trotz eines Umsatzrückgangs mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Nichtsdestotrotz startet der Konzern ein Kostensenkungsprogramm und entlässt Tausende Mitarbeiter.

HB DÜSSELDORF. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,80 Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch in Whitehouse Station mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte der im amerikanischen Leitindex Dow Jones notierte Pharmakonzern 0,75 Dollar verdient. Merck setzte 5,94 Milliarden Dollar um, nach 6,07 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.

Die Erwartungen der Analysten für das dritte Quartal traf das Unternehmen weitgehend. Branchenexperten hatten für die Monate Juli bis September im Schnitt einen Anstieg des Gewinns vor Restrukturierungskosten auf 0,79 Dollar je Aktie vorausgesagt. Beim Umsatz hatten sie mit 5,98 Milliarden Dollar gerechnet.

Nach Abzug von Restrukturierungskosten fiel das Ergebnis des Pharmakonzerns jedoch um 28 Prozent, von 1,53 auf 1,09 Milliarden Dollar. Auf die einzelne Aktie herunter gerechnet sank der Gewinn nach diesen Kosten von 0,70 auf 0,51 Dollar. Zusätzlich kündigte das Unternehmen einen Abbau von Arbeitsplätzen um 12 Prozent an. Alle Bereiche von Merck weltweit seien betroffen, hieß es. Bis Ende 2011 sollen die Streichungen umgesetzt werden.

Für das Gesamtjahr rechnet Merck & Co nun mit einem Ergebnis vor Sonderposten von 3,28 bis 3,32 Dollar je Aktie. Im Sommer hatte Vorstandschef Richard T. Clark bei der Vorlage der Halbjahreszahlen auch wegen negativer Studienergebnisse keinen Ausblick gewagt. Davor hatte sich Merck zuletzt im April zum Ausblick geäußert und für 2008 ein Ergebnis je Aktie vor Sonderposten von 3,28 bis 3,38 Dollar in Aussicht gestellt.

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