US-Pharmakonzern: Wyeth rechnet 2006 mit Gewinnplus

US-Pharmakonzern
Wyeth rechnet 2006 mit Gewinnplus

In diesem Jahr erwartet der US-Pharmakonzern Wyeth einen Gewinnanstieg um zehn Prozent. Im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten rechnet das Unternehmen allerdings auch mit höheren Kosten.

HB NEW YORK. Die Prognose wurde von Analysten positiv aufgenommen. Der Kurs der Wyeth-Aktie legte im vorbörslichen Handel am Dienstag um ein Prozent zu. Wyeth ist der US-Vertriebspartner der Bad Homburger Altana AG für deren Top-Medikament Pantoprazol. Das Magenmittel wird in den USA unter dem Namen Protonix verkauft.

Der US-Pharmakonzern teilte am Montag nach Börsenschluss mit, er erwarte in diesem Jahr einen Gewinn je Aktie zwischen 2,97 und 3,07 Dollar und damit um etwa zehn Prozent höher als 2005. In dieser Prognose sind mögliche Umstrukturierungskosten nicht eingeschlossen, wohl aber die durch Aktienoptionen verursachten Kosten. Analysten hatten zuvor den Gewinn je Aktie durchschnittlich mit 3,14 Dollar prognostiziert. Sie berücksichtigten allerdings Kosten der Aktienoptionen nicht. Diese werden von Wyeth mit etwa zwölf bis 15 Cent je Aktie angegeben.

Analyst Al Rauch von A.G. Edwards bewertete die Unternehmensaussagen positiv. „Wyeth rechnet mit einem prozentual zweistelligen Gewinnanstieg, während viele Pharmakonzerne das prozentuale Gewinnplus im unteren bis mittleren einstelligen Bereich erwarten.“

Wyeth baut 2006 weiterhin auf seine bereits bewährten Produkte. Der US-Konzern erwartet bei Enbrel, das er nach einer Lizenzvereinbarung außerhalb Nordamerikas vermarkten kann, einen Umsatzanstieg von mehr als 30 Prozent. Mit dem Medikament gegen chronische Entzündungskrankheiten erzielte das Unternehmen 2005 einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Dollar. Bei seinem Impfstoff Prevnar zum Schutz vor Pneumokokkeninfektionen bei Kindern will Wyeth 2006 den Umsatz um mehr als 25 Prozent steigern.

Der US-Pharmakonzern erwartet 2006 wegen Zahlungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten um zwei Diätmittel einen starken Anstieg der Zinskosten. Wegen möglicher Haftungsansprüche wurden bereits mehr als 21 Mrd. Dollar zurückgestellt. Wyeth hatte 1997 seine Appetitzügler Redux und Pondimin von Markt genommen, da die Produkte mit gesundheitsschädigenden Nebenwirkungen in Verbindung gebracht wurden.

Für 2005 hob Wyeth seine Gewinnschätzung auf etwas über 2,90 Dollar je Aktie an. Bislang hatte das Unternehmen den Gewinn je Aktie mit 2,80 bis 2,90 Dollar vorausgesagt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%