US-Pharmakonzern
Wyeth willigt in Strafe ein

Um die Zahlen anzukurbeln, verkaufte der US-Pharmakonzern Wyeth ein Medikament auch für nicht genehmigte Zwecke. Dafür kassiert der Konzern nun eine saftige Strafe in Höhe von 490 Millionen Dollar.
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WashingtonDer US-Pharmakonzern Wyeth hat sich wegen des Verkaufs eines Medikamentes auch für nicht genehmigte Zwecke schuldig bekannt und in die Zahlung von rund 490 Millionen Dollar (370 Millionen Euro) Strafe eingewilligt. Das teilte das US-Justizministerium am Dienstag in Washington mit.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte 1999 das Mittel Rapamune von Wyeth für Patienten zugelassen, die eine Nierentransplantation hatten. Rapamune verhindert Abstoßungsprozesse eines transplantierten Organs.

Nach Überzeugung der Anklage ließ Wyeth, das seit 2009 zum Pharmariesen Pfizer gehört, aber das Mittel ausdrücklich für alle Arten von Transplantationen vertreiben, um die Verkaufszahlen anzukurbeln. Entsprechend seien die kaufmännischen Angestellten trainiert worden. Dabei sei "Profit über Sicherheit" gegangen, erklärte Staatsanwalt Sanford Coats vom Western District des Bundesstaates Oklahoma.

Pfizer betonte, die Einigung sei zwischen Wyeth und dem Justizministerium sowie allen 50 US-Bundesstaaten und dem District of Columbia erfolgt. Pfizer selbst sei nie von der Angelegenheit betroffen gewesen und habe umfassend mit der Regierung kooperiert, als es Ende 2009 von den Ermittlungen erfahren habe, erklärte der Konzern in einer Email an die Nachrichtenagentur AFP.

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