
HB WHITEHOUSE STATION. Der US-Pharmakonzern Merck & Co. will den Konkurrenten Schering-Plough schlucken. Der Kauf habe einen Wert von rund 41 Mrd. $, teilte der Konzern in Whitehouse Station mit. Damit bahnt sich der zweite große Mega-Deal in der Pharmabranche an. Erst vor wenigen Wochen hatte der weltweite Branchenprimus Pfizer die Übernahme des Konkurrenten Wyeth für 68 Mrd. Dollar eingefädelt.
Die Fusion von Merck & Co. und Schering-Plough führt die beiden Hersteller der Cholesterin-Senker Vytorin und Zetia zusammen. Die neue Gruppe kommt auf einen Jahresumsatz von 47 Mrd. Dollar. Die Transaktion will Merck & Co. zu 56 Prozent in eigenen Aktien und zu 44 Prozent in bar abwickeln. Jeder Schering-Plough-Aktionär soll für eines seiner Papiere 0,5767 Merck-Aktien sowie 10,50 Dollar in bar erhalten.
Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben den Angaben nach der Fusion bereits zugestimmt. Das verschmolzene Unternehmen wird unter dem Namen Merck & Co. weiter laufen. Merck-Vorstandschef Richard T. Clark soll die neue Gruppe führen. Nach Abschluss der Übernahme dürften etwa 68 Prozent der neuen Merck in den Händen der Merck-Aktionäre liegen und rund 32 Prozent bei Anteilseignern von Schering-Plough. Mit einem Abschluss wird im vierten Quartal des laufenden Geschäftsjahres gerechnet. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.
Die jährlichen Synergien durch den Zusammenschluss bezifferte Merck & Co. auf 3,5 Mrd. Dollar. Unabhängig davon laufen bereits bei beiden Unternehmen Sparprogramme.