US-Pharmakonzerns: Bayer, Colgate und Glaxo schielen nach Pfizer-Sparte

US-Pharmakonzerns
Bayer, Colgate und Glaxo schielen nach Pfizer-Sparte

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer darf sich auf einen Geldregen aus dem geplanten Verkauf seiner Sparte für rezeptfreie Mittel freuen. Drei Bieter, darunter die Leverkusener Bayer AG, haben bereits Interesse an dem Produktportefeuille signalisiert, zu dem die Mundwässer Listerine und Plax, das Grippemittel Sudafed und Visine-Augentropfen zählen.

NEW YORK. Analysten schätzen den Kaufpreis für die "Pfizer Consumer Healthcare" genannte Sparte auf bis zu zwölf Mrd. Dollar. Die Deutsche Bank erwartet, dass der Geschäftsbereich dieses Jahr 4,2 Mrd. Dollar umsetzt und einen operativen Gewinn vor Steuern von 715 Mill. Dollar erzielt.

"Das ist ein sehr attraktives Kaufziel", sagt Deutsche-Bank-Analystin Barbara Ryan, "eine Vier-Milliarden-Konsumgütersparte kommt nicht jeden Tag auf den Markt." Die Gerüchteküche darüber, wer den Bereich von Pfizer kauft, brodelt bereits seit dem siebten Februar. An diesem Tag teilte Pfizer mit, man prüfe "strategische Optionen" inklusive des Verkaufs der rezeptfreien Sparte. Eine Entscheidung wird laut Pfizer erst "in einigen Monaten" fallen.

Die milliardenschwere Sparte verspricht dem Käufer einen Umsatzsprung bei rezeptfreien Gesundheits- und Pflegeartikeln - und Größe bedeutet in diesem Massengeschäft einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Zudem stärkt der Käufer seine Vertriebsmacht gegenüber amerikanischen Apotheken, Drogerien und Supermärkten. "Wir erwarten einen intensiven Bieterwettbewerb", schreiben die Analysten der Deutschen Bank.

Drei Kaufinteressenten haben sich bereits aus der Deckung gewagt. Am Freitag bestätigte Reuben Mark, Chef des amerikanischen Zahnpasta- und Reiniger-Riesen Colgate-Palmolive, dass er zumindest das Pfizer-Mundwasser Listerine kaufen will. Mit einem Jahresumsatz von 350 Mill. Dollar bei Mundwassern dominiert Pfizer laut dem Marktforschungsinstitut Information Resources Inc. dieses Marktsegment in den USA. Kein Wunder, dass der Hersteller des deutschen Schlagers Odol, der britische Pharmariese Glaxo Smithkline, ebenfalls Interesse an der Pfizer-Sparte anmeldete.

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