US-Pharmariese mit Gewinnsprung
Bristol-Myers Squibb verdient mehr

Nach einem Gewinnsprung im zweiten Quartal ist der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb nun für das Gesamtjahr etwas optimistischer als zuvor. Das Unternehmen wies allerdings bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen am Donnerstag darauf hin, dass das der Vierteljahresbericht durch Sonderfaktoren stark beeinflusst wurde.

HB NEW YORK. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften stieg im abgelaufenen Quartal auf 991 Mill. Dollar von 523 Mill. Dollar im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie habe sich damit auf 50 Cent von 27 Cent erhöht. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nun aus dem fortgeführten Geschäft einen Gewinn je Aktie am oberen Ende der bisherigen Prognose von 1,35 bis 1,45 Dollar. Damit gab sich Konzern etwas zuversichtlicher als noch zuletzt. An der US-Börse legte die Aktie daraufhin ein Prozent auf 25,37 Dollar zu.

Den Quartalsumsatz aus fortgeführten Bereichen steigerte das Unternehmen auf vergleichbarer Basis um ein Prozent auf 4,9 Mrd. Dollar. Analysten hatten 4,8 Mrd. Dollar Umsatz erwartet. Ohne den Einfluss des zuletzt schwächeren Dollar, der den Wert der Auslandsumsätze bei Umrechnung in die Heimatwährung positiv beeinflusste, wären die Erlöse allerdings um ein Prozent gesunken. Bei neueren verschreibungspflichtigen Medikamenten verzeichnete Bristol-Myers starkes Wachstum, während die Erlöse mit älteren Arzneimitteln auch wegen der Konkurrenz durch günstigere Nachahmer zurückgingen.

Das Blutverdünnungsmittel Plavix verzeichnete ein Umsatzplus von 26 % auf 968 Mill. Dollar im Quartal. Das Blutdruckmittel Avapro kam auf einen Umsatz von 258 Mill. Dollar, ein Plus von elf Prozent. Das Schizophrenie-Präparat Abilify hat seine Erlöse fast verdoppelt auf 240 Mill. Dollar. Dagegen setzte der Wettbewerb durch Generika auf Auslandsmärkten dem Cholesterinmittel Pravachol zu. Die Erlöse mit dem Mittel gingen um fünf Prozent auf 625 Mill. Dollar zurück.

Die Gewinnzahlen zum zweiten Quartal wurden durch Steuerfaktoren in Höhe von 294 Mill. Dollar positiv beeinflusst. Auch sanken im Vorjahresvergleich die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, die das Unternehmen wegen des Bilanzskandals um aufgeblähte Ergebnisse durch manipulierte Lagerbestände bei Großhändlern zur Seite stellte. Hatte Bristol-Myers vor Jahresfrist noch 455 Mill. Dollar für Rechtsfälle in der Bilanz untergebracht, waren es im zweiten Quartal nur noch 269 Mill. Dollar. Darüber hinaus verbuchte das Unternehmen Einnahmen aus Versicherungen in Millionenhöhe.

Ohne die Sondereffekte habe Bristol-Myers aus fortgeführten Geschäften 47 Cent je Aktie im Quartal verdient, teilte das Unternehmen mit. Befragte Analysten hatten lediglich 36 Cent erwartet.

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