US-Reifenhersteller
Goodyear-Zahlen lassen Anleger jubeln

Der größte US-Reifenhersteller Goodyear schreibt in der Krise rote Zahlen, hat sich aber im zweiten Quartal besser geschlagen als von Experten erwartet. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kurssprung.

HB DETROIT. Der Continental-Konkurrent Goodyear verbuchte vor Sonderposten einen Verlust von 35 Cent je Aktie, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem doppelt so hohen Minus gerechnet. Mit 3,94 Mrd. Dollar setzte Goodyear ein Viertel weniger um, lag aber auch damit über den Markterwartungen. Der Konzern leidet weiter unter der Wirtschaftskrise, sieht aber erste Zeichen für eine Erholung. Die Stabilisierung stehe jedoch noch auf wackligen Füßen und sei unterschiedlich ausgeprägt, sagte Goodyear-Chef Bob Keegan.

In Nordamerika und Europa machte der Konzern mit dem laufenden Geschäft Verlust. In Lateinamerika ging der operative Gewinn zurück, in Asien legte er aber zu. Insgesamt wurden im zweiten Vierteljahr 17 Prozent weniger Reifen verkauft. Der Absatz an Autohersteller in Nordamerika brach um 55 Prozent, der an Autobauer in Europa um 33 Prozent ein. Auch der für Umsatz und Gewinn wichtigere Absatz von Reifen an den Handel ging zurück. Der Nettoverlust summierte sich auf 221 Mio. Dollar nach einem Gewinn von 75 Mio. Dollar ein Jahr zuvor.

Goodyear-Aktien schossen mehr als 15 Prozent in die Höhe.

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