US-Sparte des Daimler-Konzerns beendet PKW-Kooperation im nordamerikanischen Mitsubishi-Werk
Chrysler löst Fertigungsallianz mit MMC

Fünf Wochen nach dem überraschenden Rückzug vom japanischen Partner Mitsubishi Motors (MMC) beendet der Autokonzern Daimler-Chrysler seine Fertigungskooperation mit den Japanern in Nordamerika. Chrysler werde die nächste Generation seiner Mittelklassewagen, die derzeit als Chrysler Sebring und Dodge Stratus verkauft werden, statt im MMC-Werk in Normal im US-Bundesstaat Illinois in eigenen Fabriken fertigen lassen, sagte ein Unternehmenssprecher in Auburn Hills.

hz FRANKFURT/M. Mit dem Streit um die Sanierung des schwer angeschlagenen Mitsubishi-Konzerns habe die Entscheidung jedoch nichts zu tun, sagte ein Chrysler- Sprecher.

„Für MMC ist das eine schlechte Nachricht“, kommentierte BNP-Paribas-Analyst Yasuhiro Matsumoto, „weil sie auf eine hohe Auslastung ihrer Werke angewiesen sind.“ Die Zweifel an der Zukunft der übrigen gemeinsamen Projekte von Daimler-Chrysler und MMC würden damit wachsen, obwohl beide Unternehmen betonten, die Kooperationen würden fortgesetzt.

Die letzten Chrysler-Modelle würden in Normal voraussichtlich Mitte 2005 vom Band laufen. Im einzigen Mitsubishi-Werk in Nordamerika wurden im Geschäftsjahr 2003/2004 (31. März) rund 157  000 Fahrzeuge gefertigt, davon insgesamt knapp 29  000 Einheiten der Marken Chrysler und Dodge.

MMC hatte im Rahmen seines milliardenschweren Restrukturierungsplans jüngst Einschnitte in Normal angekündigt. Die Entscheidung zum Ausstieg in Normal sei gefallen, bevor Daimler-Chrysler beschlossen hatte, sich an der milliardenschweren Kapitalerhöhung des krisengeschüttelten viertgrößten japanischen Autoherstellers nicht zu beteiligen, unterstrich der Sprecher. Der Mitsubishi-Anteil der Stuttgarter wird wegen deren verweigerter Kapitalbeteiligung in nächster Zeit von 37  % auf etwa 22  % sinken.

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