US-Standort
Wacker Chemie verschuldet sich für Aufbau

Der Spezialchemiekonzern Wacker wird zum Aufbau seines neuen Produktionsstandortes im US-Bundesstaat Tennessee seine Verschuldung hochtreiben - in diesem und auch im nächsten Jahr.
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MünchenNach 2013 werde wieder mit signifikant niedrigeren Investitionen gerechnet, hieß es in einer am Dienstag anlässlich einen Investorentages veröffentlichten Präsentation des Unternehmens. Es stünden aber ausreichend Liquidität und Bank-Kredite zur Verfügung. Gleichwohl würden die internen Verschuldungsziele 2012 und 2013 nicht erreicht.

Der bayerische Chemiekonzern Wacker kämpft momentan mit der Krise der Solar-Branche und der Absatzflaute der Chipindustrie. Nach einem Gewinneinbruch im zweiten Quartal hatte sich der Vorstand zuletzt von seinen Jahresprognosen verabschiedet. Für 2012 wird nunmehr mit einem leichten Umsatzminus und einem deutlich schlechteren Ergebnis gerechnet. Im vergangenen Jahr hatte Wacker bei Erlösen von 4,9 Milliarden Euro operativ (Ebitda) 1,1 Milliarden verdient.

In der wichtigen Sparte Polysilizium, deren Umsatz im ersten Halbjahr um ein Fünftel einbrach, rechnet Wacker im laufenden dritten Quartal mit einem weiteren Verfall der Marktpreise. In der ebenfalls mit starken Erlösrückgängen kämpfenden Siltronic-Sparte seien zunächst stabile Preise zu erwarten, zum Jahresende werde dann ein Minus prognostiziert. Das dritte Quartal 2012 werde aber operativ schwarze Zahlen bringen. Kosteneinsparungen dürften dabei helfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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