US-Tankerauftrag: Boeing schnappt EADS den 35-Milliarden-Auftrag weg

US-Tankerauftrag
Boeing schnappt EADS den 35-Milliarden-Auftrag weg

Der Zuschlag für die Tankerflugzeuge verschafft Boeing Luft. Denn der jahrelange Streit mit dem europäischen Rivalen EADS über den „Jahrhundert-Auftrag“ ist nicht die einzige Baustelle des US-Konzerns.
  • 2

Paris/München/New YorkDie US-Luftwaffe hat den Auftrag zum Bau von Tankflugzeugen an Boeing vergeben. Der europäische Konkurrent EADS hat damit das Nachsehen. Der Auftrag hat ein Volumen von bis zu 35 Milliarden Euro und gilt als einer der größten Rüstungsaufträge der Geschichte. Beobachter gehen davon aus, dass EADS wegen Formfehler Einspruch gegen die Entscheidung einlegen könnte.

"Boeing war der klare Gewinner", sagte Air-Force-Secretary Michael Donley am Donnerstag Abend auf einer Pressekonferenz in Washington. Die Kampfkraft, der Anschaffungspreis sowie die Wartungs- und Betriebskosten hätten für das Boeing-Modell gesprochen, erläuterte Lynn. "Wir hoffen, dass alle Unternehmen die Entscheidung respektieren und der Prozess nun ungehindert fortschreiten kann."

"Das ist zweifellos eine enttäuschende Entwicklung. Wir sehen der Diskussion mit der US-Luftwaffe über die Gründe für diesen Entschluss mit Interesse entgegen", erklärte Ralph Crosby, Chef von EADS Nordamerika. Der stellvertretende Verteidigungsminister warnte aber bereits: "Wir haben einen klaren und offenen Bieterprozess gestartet. Das schafft keine Basis für Proteste."

Möglicher Anlass für einen Einspruch von EADS könnte eine Datenpanne vom November sein. Ein Mitarbeiter im Pentagon hatte die Adressen der beiden Konkurrenten vertauscht und fälschlicherweise ihnen vertrauliche Informationen über die Offerte des jeweils anderen zukommen lassen.

Seite 1:

Boeing schnappt EADS den 35-Milliarden-Auftrag weg

Seite 2:

Seite 3:

Kommentare zu " US-Tankerauftrag: Boeing schnappt EADS den 35-Milliarden-Auftrag weg"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Zumindest braucht Boeing nicht mehr vor dem WFT klagen, dass es keine staatliche Unterstützung bekommt. Boeing braucht die Milliarden um seine Verluste bei der Entwicklung vom Dreamliner, der Weiterentwicklung von 777 und der 747 zu finanzieren. Ausserdem wer in Amerika Geschäfte macht, bekommt nie die Rosinen sondern nur den Abfall.

  • Das war doch klar ! Hat denn wirklich jemand geglaubt, daß die USA einen solchen Auftrag nach Europa geben würde. Das war naiv zu glauben. Freier Welthandel heißt für die USA nur, daß die USA einen freien Welthandel betreiben darf. Nicht umgekehrt. Nur wir Europäer fallen immer wieder auf die Amis herein. Siehe auch Fusion NYSE und Deutsche Börse: Bei mir gäbe es sowas nicht: Deutsches Hauptquartier, deutsche Verträge und deutsches Recht, sonst eben keine Fusion. Die brauchen uns, nicht wir sie.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%