US-Umweltbehörde Volkswagen darf Diesel-SUV in USA reparieren

US-Umweltbehörden haben einem Software-Update von VW für 38.000 Autos mit 3-Liter-Dieselmotoren zugestimmt. Damit könnte der Konzern mehr als eine Milliarde Dollar sparen, die bei einem Rückkauf fällig geworden wären.
Update: 24.10.2017 - 04:35 Uhr Kommentieren
Volkswagen hatte der Zahlung von mindestens 1,2 Milliarden Dollar für die Reparatur oder den Rückkauf von annähernd 80.000 Dieselfahrzeugen zugestimmt. Quelle: Reuters
USA

Volkswagen hatte der Zahlung von mindestens 1,2 Milliarden Dollar für die Reparatur oder den Rückkauf von annähernd 80.000 Dieselfahrzeugen zugestimmt.

(Foto: Reuters)

WashingtonVolkswagen hat die Erlaubnis der US-Behörden zur Reparatur von rund 38.000 Geländewagen mit Drei-Liter-Dieselmotoren mit potenziell überhöhten Abgaswerten erhalten. Laut einem Brief, der Nachrichtenagenturen vorliegt, spart der Konzern dadurch möglicherweise mehr als eine Milliarde Dollar, die bei einem Rückkauf der Fahrzeuge sonst fällig geworden wären.

Die Genehmigung betrifft die Modelle Porsche Cayenne und Volkswagen Touareg der Baujahre 2013 bis 2016 und den Audi Q7 der Jahre 2013 bis 2015. Die Besitzer der Wagen bekommen darüber hinaus noch eine Entschädigung von bis zu 16.114 Dollar (13.715 Euro), teilten die US-Umweltbehörde EPA und die für Luftreinhaltung zuständige kalifornische Behörde mit.

Die größten Verlierer im europäischen Automarkt
Platz 10 - Land Rover
1 von 10

Mehrere Jahre haben die britischen Geländewagen ein beispielloses Wachstum hingelegt. Im Oktober stehen die Briten auf der Bremse. Mit rund 14.300 verkauften Fahrzeugen sank der Absatz um 2,4 Prozent. Auch im Gesamtjahr hat sich der Absatz negativ entwickelt.

Platz 9 - Opel
2 von 10

Die Rüsselsheimer haben den harten Absatzrückgang im Oktober ein wenig bremsen können. Mit rund 66.900 verkauften Fahrzeugen landet Opel 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Seit Jahresbeginn ist der Absatz um 3,8 Prozent gesunken.

Platz 8 - Volvo
3 von 10

Die Schweden erlauben sich im Oktober eine kurze Schwächeperiode. Der Absatz in der EU sank um 3,7 Prozent auf 23.200 Fahrzeuge. Das kann die Marke verkraften. Im Gesamtjahr ist Absatz immer noch um 4,8 Prozent gestiegen.

Platz 7 - Smart
4 von 10

Auch der erfolgsverwöhnte Daimler-Konzern hat ein Problemkind. Der kleine Smart ist ein Ladenhüter. Mit rund 8.900 verkauften Fahrzeugen im Oktober ging der Absatz um 4,2 Prozent zurück. Auch die Jahresbilanz ist mit einem Minus von 6,4 Prozent deutlich negativ.

Platz 6 - Nissan
5 von 10

Der Verkaufs- und Marketingchef von Nissan, Daniele Schillaci, muss wohl auch erkennen, dass der Oktober in der EU nicht sonderlich erfolgreich war. 37.200 verkaufte Fahrzeuge sind ein Minus von 4,9 Prozent. Im Gesamtjahr hat sich der Absatz der Japaner trotzdem positiv entwickelt.

Platz 5 - Honda
6 von 10

Wenn die Japaner in Europa Autos verkaufen, dann in Großbritannien. Mit dem Markt brechen auch die Honda-Verkäufe im September um 6,9 Prozent auf rund 9.000 Fahrzeuge ein. Auch im Gesamtjahr ist der Absatzrückgang mit insgesamt 12,3 Prozent höher als bei anderen Marken.

Platz 4 - BMW
7 von 10

„Number One Next“ hat BMW-Chef Harald Krüger sein Zukunftsprogramm getauft. Davon ist man beim Absatz in der EU weit entfernt. Keine Marke hat im Oktober in absoluten Zahlen eine so starken Rückgang hinnehmen müssen wie BMW. Der Absatz sank um 9,5 Prozent auf 71.500 Fahrzeuge.

Volkswagen hatte im Zuge der Einigung mit den US-Behörden zur Wiedergutmachung des Dieselskandals der Zahlung von mindestens 1,2 Milliarden Dollar für die Reparatur oder den Rückkauf von annähernd 80.000 großen Dieselfahrzeugen zugestimmt. Würden die Umweltbehörden die Zustimmung zur Reparatur verwehren, könnte das viel teurer werden. Die Rede ist hier von mehr als vier Milliarden Dollar.

Die Genehmigung für die Nachrüstung der betroffenen Diesel-Pkw mit Drei-Liter-Motor steht noch aus. Dem Rückkauf von etwa 20.000 großen Diesel-Fahrzeugen in den USA hatten die Wolfsburger bereits zugestimmt.

Der Konzern hatte im vergangenen Jahr für die Wiedergutmachung der Abgasmanipulation bei rund 475.000 Fahrzeugen mit 2,0-Liter-Diesel-Motoren Zahlungen von bis zu 14,7 Milliarden Dollar zugestimmt. Vergangenen Monat hatte Volkswagen die Rückstellungen um 2,5 Milliarden Euro aufgestockt, weil die Nachrüstung und der Rückkauf der betroffenen Fahrzeuge nicht reibungslos läuft. Mit der neuerlichen Vorsorge klettern die Kosten für den Dieselskandal auf mehr als 25 Milliarden Euro.

US-Kunden mit Wagen, deren Drei-Liter-Diesel zu alt für einen Umbau waren, wurden mit Beträgen zwischen 7755 und 13 880 Dollar (rund 6600 bis 11 800 Euro) entschädigt.

  • ap
  • rtr
Startseite

Mehr zu: US-Umweltbehörde - Volkswagen darf Diesel-SUV in USA reparieren

0 Kommentare zu "US-Umweltbehörde: Volkswagen darf Diesel-SUV in USA reparieren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%