Industrie

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US-Verkauf: Japaner wollen ThyssenKrupp-Werk in kaufen

Wie die japanische Tageszeitung "Nikkei" berichten sollen nun auch die heimischen Konzerne Nippon Steel & Sumitomo Metal Interesse an der Milliarden-Anlage von Thyssen-Krupp im US-amerikanischen Alabama bekundet haben.

Der Interessentenkreis für das ThyssenKrupp-Werkes in Alabama vergrößert sich anscheinend. (Foto: Unternehmenszentrale des Stahlkonzerns ThyssenKrupp in Essen.) Quelle: dpa
Der Interessentenkreis für das ThyssenKrupp-Werkes in Alabama vergrößert sich anscheinend. (Foto: Unternehmenszentrale des Stahlkonzerns ThyssenKrupp in Essen.) Quelle: dpa

TokioDie japanischen Konzerne Nippon Steel & Sumitomo Metal sowie JFE Holdings sind nach Informationen der Tageszeitung "Nikkei" an einem Kauf des ThyssenKrupp-Werkes in Alabama in den USA interessiert. Wie das Wirtschaftsblatt am Mittwoch berichtete, zählen die beiden japanischen Unternehmen nunmehr zum Interessentenkreis um den Stahlriesen ArcelorMittal, das brasilianische Unternehmen Compañía Siderúrgica Nacional (CSN) und den US-Konzern Nucor.

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ThyssenKrupp plant nach Milliardenverlusten den Verkauf der praktisch neuen Anlage in Alabama im Süden der USA. Anfang Januar teilte der Branchenprimus ArcelorMittal mit, dass er ein Angebot für die Anlage in Alabama abgegeben habe. Nippon Steel & Sumitomo Metal wollen sich laut "Nikkei" in ihrem Gebot mit ArcelorMittal zusammenschließen. Geplant sei eine Erhöhung der Produktion von Stahl für den Autobau in den USA. Das Angebot von JFE Holdings soll laut "Nikkei" ein getrenntes Gebot sein. Auf telefonische Anfrage wollten sich die japanischen Unternehmen nicht zu dem Zeitungsbericht äußern.

Industriekonzern Thyssen-Krupp will mehr Geld

Die Angebote für zwei Werke in Brasilien und USA sind dem Konzern zu niedrig.

Die Angebote von ArcelorMittal und Nucor sollen laut "Wall Street Journal" in der Größenordnung von 1,5 Milliarden Dollar liegen. CSN will der Zeitung zufolge außer dem Werk in Alabama auch ein Thyssen-Krupp-Werk in Brasilien kaufen und habe ein Angebot von zusammen 3,8 Milliarden Dollar vorgelegt.

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